Nach gemischten Reaktionen 2025: Drohnenshow in Mainz wird ausgebaut

Zum Abschluss der Johannisnacht wurde das traditionelle Feuerwerk 2025 zum ersten Mal durch eine Drohnenshow ersetzt. Diese soll nun in anderer Form zurückkehren. Die Reaktionen im letzten Jahr waren nicht durchweg positiv.

Nach gemischten Reaktionen 2025: Drohnenshow in Mainz wird ausgebaut

Im vergangenen Jahr fand zum Finale der Johannisnacht erstmals eine Drohnenshow anstelle des traditionellen Feuerwerks statt (wir berichteten). Nun gab die Stadt Mainz in den sozialen Medien bekannt, die Show im zweiten Jahr auszubauen und zu verlängern.

Oliver Valentin, Koordinator der Johannisnacht bei der Stadtverwaltung Mainz, kündigte die Vergrößerung der Drohnenshow an. In einem Video, das die Stadt Mainz auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlichte, stellte er die geplanten Änderungen vor. Die Zahl der Drohnen, die für eine spektakuläre Lichter-Show sorgen sollen, sei demnach von 200 auf 400 Drohnen aufgestockt worden. Außerdem sei die Dauer der Show auf 14 Minuten (ohne Hin- und Rückflug) verlängert worden.

Wie im Vorjahr findet die Drohnenshow am Montag gegen 22:30 Uhr im Bereich der Theodor-Heuss Brücke statt. In diesem Jahr jedoch mit Blick nach Weisenau, wie Valentin erklärt. Man habe aus dem letzten Jahr gelernt. Damals waren die Drohnen in Richtung Mombach zu sehen. „Da war es aber noch sehr hell“, erklärt Valentin die Anpassung. Der beste Platz, um die Show anzuschauen, sei aber weiterhin zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und dem Kaisertor, so Valentin. Die Brücke selbst wird für die Dauer der Show für den Autoverkehr gesperrt.

Umstellung auf Drohnenshow umstritten

Die Vorfreude auf die Premiere der Drohnenshow im letzten Jahr war groß, wie Marco Sottile, Vorsitzender der Mainzer Schausteller, nach der vergangenen Johannisnacht betonte. Doch das Feedback im Anschluss sei gemischt ausgefallen. Deshalb hatten sich die Schausteller zum diesjährigen Rheinfrühling im April dazu entschieden, wieder ein Feuerwerk zu veranstalten (wir berichteten).

Auch in diesem Jahr sieht Sottile die Drohnenshow kritisch: „Natürlich haben wir Verständnis dafür, dass die Stadt etwas Neues ausprobieren will. Aber die Umstellung auf eine Drohnenshow ist auf verschiedenen Volksfesten bereits gescheitert. Wir wünschen uns, dass auf die Erfahrung der Schausteller gehört wird“, sagt er im Gespräch mit Merkurist. Zwar seien die Besucherzahlen im vergangenen Jahr noch zufriedenstellend gewesen, in diesem Jahr befürchtet der Schausteller aufgrund der gespaltenen Reaktionen aus dem Vorjahr jedoch einen Besucherrückgang.

Gemischte Reaktionen der Besucher

Auch in einer Merkurist-Befragung der Johannisnacht-Besucher fiel die Resonanz der Zuschauer gemischt aus. Positiv bewertet wurden der Nachhaltigkeitsaspekt und der Mut zur Veränderung von Seiten der Stadt Mainz (wir berichteten). „Das ist ja mal richtig cool. Die letzten Jahre waren feuerwerkstechnisch nicht so der Hammer. Super Sache. Für uns alle, die Umwelt und die Tiere“, schrieb etwa Merkurist-Leser Georg im Vorfeld der Veranstaltung.

Doch es gab nicht nur positives Feedback: Gegenüber Merkurist betonte ein Besucher, er habe die Drohnenshow im Vergleich zum Feuerwerk als „langweiliger“, wahrgenommen. Andere fanden die Show zu kurz. „Es war grauselig“, schrieb eine Leserin.

Haase zieht positive Bilanz

Im Gegensatz zu den kritischen Zuschauern zeigte sich Nino Haase, Oberbürgermeister der Stadt Mainz, von der Drohnenshow überzeugt. Wie er Merkurist im vergangenen Jahr sagte, habe er außer einigen kritischen Anschriften „sehr, sehr viele positive Reaktionen bekommen“ (wir berichteten). Die Idee, zum Wohle des Tierschutzes und einer geringeren Müll-, Licht- und Lärmbelastung auf ein Feuerwerk zu verzichten, sei gut angekommen.

Trotz der Kritik setzt die Stadt Mainz daher auch dieses Jahr wieder auf die Drohnenshow. Die Premiere im letzten Jahr sei als Auftakt anzusehen, der noch verbessert werden könne, so Haase im vergangenen Jahr. „Wir sind eine Zukunftsstadt, die offen ist für Innovationen.“

Die diesjährige Drohnenshow findet zum Finale der Johannisnacht am Sonntag, den 22. Juni, ab 22:30 Uhr statt.