Petition gegen Verkehrsversuch auf Koblenzer Balduinbrücke gestartet

Die Freien Wähler Koblenz fordern jetzt mit einer Online-Petition den Stopp des Verkehrsversuchs auf der Balduinbrücke. Sie befürchten Staus und Nachteile für Pendler und den Einzelhandel.

Petition gegen Verkehrsversuch auf Koblenzer Balduinbrücke gestartet

Die Freien Wähler Koblenz haben auf der Internet-Plattform openPetition eine Petition gestartet, die sich gegen einen geplanten Verkehrsversuch auf der Balduinbrücke richtet. „Unsere Forderung ist, dass das Verkehrsexperiment auf der Balduinbrücke gestoppt wird!“, heißt es im Petitionstext.

Hintergrund ist ein Beschluss des Koblenzer Stadtrats von Ende Mai (Merkurist berichtete). Dieser sieht einen Verkehrsversuch vor, der unter anderem Tempo 30, ein Überholverbot für Fahrräder sowie eine neue Verkehrsführung mit erheblichen Einschränkungen für den Auto- und Busverkehr auf der Brücke vorsieht.

Staus und Nachteile für Pendler befürchtet

Die Initiatoren der Petition befürchten, dass die Maßnahmen zwangsläufig zu Staus, Ausweichverkehr und zusätzlichen Belastungen in anderen Stadtteilen führen werden. Sie warnen vor neuen Engpässen und „erheblichen Nachteilen für Anwohner, Pendler, Gewerbetreibende, Besucher der Innenstadt und ÖPNV-Nutzer“.

Die Freien Wähler kritisieren das Vorhaben als „ideologisch getriebene Verkehrspolitik“. Leidtragende seien die Bürger im Stau, der Koblenzer Einzelhandel durch Umsatzeinbußen und die Busfahrer, die ihre Fahrpläne kaum einhalten könnten. Verglichen wird der geplante Versuch mit dem Experiment am Peter-Altmeier-Ufer (Merkurist berichtete), das aus Sicht der Petitionssteller unnötig gewesen sei und viel Geld gekostet habe.

Das Ziel der Petition sei laut der Partei nicht, den Fahrradverkehr von der Balduinbrücke zu verbannen. Vielmehr sollten alle Verkehrsteilnehmer angemessen berücksichtigt werden. Die aktuelle Lösung sei tragfähig und benötige keine große Veränderung. Mit der Petition wolle man öffentliche Aufmerksamkeit schaffen und der Stadtverwaltung zeigen, dass der Versuch in der Bevölkerung nicht gewünscht sei.