Umbau am Peter-Altmeier-Ufer: Stadt Koblenz erklärt neue Pläne

Nach massiver Kritik am Verkehrsversuch am Peter-Altmeier-Ufer in Koblenz reagiert die Stadt: Vier Engstellen werden entfernt und durch Bodenschwellen ersetzt. Das steckt dahinter.

Umbau am Peter-Altmeier-Ufer: Stadt Koblenz erklärt neue Pläne

Nach monatelanger Kritik am Verkehrsversuch am Koblenzer Peter-Altmeier-Ufer beginnen am Dienstag, 28. April, die angekündigten Umbauarbeiten. Die ersten Maßnahmen kosteten rund 75.000 Euro, die erneuten Anpassungen sollen nun rund 12.000 Euro kosten. In einem von „Koblenz baut“ veröffentlichten Video hat Andreas Schilling, stellvertretender Leiter des Tiefbauamtes, nun die Hintergründe und Details der Pläne erläutert.

Der im letzten Jahr gestartete Versuch hatte zwei Hauptziele: eine attraktivere Radstrecke auf der Fahrbahn zu schaffen und die Geschwindigkeit der Autos auf Tempo 30 zu drosseln. Damit sollten Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern auf der Uferpromenade entschärft werden. „Nachdem wir das dann im letzten Jahr umgesetzt haben, gab es recht heftige Reaktionen der Koblenzer Bürgerinnen und Bürger“, räumt Schilling ein.

Die Kritik sei über verschiedenste Kanäle geäußert worden. Hauptkritikpunkt war laut Schilling der ständige Stop-and-Go-Verkehr, der sowohl Auto- als auch Radfahrer betraf. Dies habe dazu geführt, dass Radfahrer wieder auf die Gehwege ausgewichen seien – ein „kontraproduktiver“ Effekt, der den ursprünglichen Zielen entgegenlief.

Vier Engstellen weichen Bodenschwellen

Nach Analyse der Beschwerden hat die Stadt nun neue Pläne erarbeitet, die in den städtischen Gremien eine breite Zustimmung fanden. „Wir werden insgesamt vier der vorhandenen Fahrbahnverengungen vollständig zurückbauen“, kündigt Schilling an. Um das Tempo dennoch zu reduzieren, werden stattdessen Bodenschwellen eingebaut.

Der Vorteil dieser Lösung: Während Autos und Busse an den Schwellen abbremsen müssen, können Radfahrer sie ungehindert passieren. „Die Fahrradfahrer haben die Möglichkeit, seitlich an den Schwellen ungehindert vorbeizufahren, weil wir an den beiden Seiten zum Fahrbahnrand hin jeweils eine Lücke von 1,5 Meter einrichten“, erklärt der stellvertretende Amtsleiter. Auch die verbleibenden Engstellen erhalten solche Durchfahrten für den Radverkehr.

Bauarbeiten sollen Verkehrsfluss kaum stören

Besonders eine Stelle im Bereich der Ladezonen für den Schiffsverkehr hatte sich als Nadelöhr erwiesen. Mehrere Engstellen auf kurzem Abschnitt hätten dort zu „massiven Stop-and-Go-Zuständen“ geführt, was auch durch Kameraüberwachung bestätigt wurde. Genau diese Engstellen werden nun entfernt, um den Verkehrsfluss deutlich zu verbessern.

Die Bauarbeiten sollen innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein. Die ausführende Firma werde Punkt für Punkt anpassen, sodass es nur zu punktuellen Einengungen kommt und größere Verkehrsbeeinträchtigungen ausbleiben sollen. Die Stadt hofft, dass durch die Maßnahmen nicht nur der Radverkehr, sondern auch die Fußgänger profitieren, die dann wieder „ungestört an der Uferpromenade flanieren können“. Anregungen und Kritik nimmt das Tiefbauamt weiterhin unter koblenzbaut@stadt.koblenz.de entgegen.

Zum Video geht es hier.