Wormser Feuerwehr nimmt 13 neue Fahrzeuge in Dienst

Weil die Ersatzteile knapp wurden und die Anforderungen steigen, wurden neue Fahrzeuge für die Wormser Feuerwehr und den Katastrophenschutz notwendig. Diese wurden nun feierlich in den Dienst aufgenommen.

Wormser Feuerwehr nimmt 13 neue Fahrzeuge in Dienst

Die Feuerwehr Worms hat ein umfangreiches Vorweihnachtsgeschenk erhalten: Insgesamt 13 neue Einsatzfahrzeuge wurden in der Hauptfeuerwache offiziell in Dienst gestellt. Sie sollen sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr technisch auf den neuesten Stand bringen.

Fehlende Ersatzteile

Feuerwehrchef Klaus Feuerbach zeigte sich erleichtert. Die Übergabe markiere einen Meilenstein in einem Prozess, den er bereits seit seinem Amtsantritt vor über 15 Jahren begleitet: die umfassende Erneuerung des Fuhrparks. Die Situation sei schwierig gewesen, betont Feuerbach. Ersatzteile für ältere Fahrzeuge seien oft kaum noch erhältlich gewesen, manchmal habe man für Reparaturen improvisieren müssen. Mit dem seit 2010 laufenden städtischen Beschaffungsprogramm habe sich das Bild jedoch stetig gewandelt, wofür sich Feuerbach mit seinem Team beim Stadtvorstand und dem Stadtrat dankbar zeigte. „Heute ist die Feuerwehr sehr gut ausgestattet im Vergleich zur Situation vor 15 Jahren.“

Für die jetzt übergebenen Fahrzeuge investierte die Stadt rund 5,7 Millionen Euro, das Land Rheinland-Pfalz steuerte zirka 884.000 Euro bei. Die Feuerwehr und insbesondere die Gerätewarte hätten Feuerbach zufolge Hunderte Stunden investiert, die Fahrzeuge zu konzipieren und die Arbeiten bei den Herstellern aus Deutschland und Österreich zu begleiten.

Fast baugleiche Löschfahrzeuge

Ein Schwerpunkt der Anschaffung sind sechs nahezu baugleiche Löschfahrzeuge, alle mit Allrad-Antrieb und 2000 Liter Wasser an Bord. Die Vereinheitlichung erleichtere nicht nur die Beschaffung, sondern ermögliche auch einen flexibleren Tausch der Fahrzeuge ohne größere Umbauten, erklärte Ralf Schnabel, der für Fahrzeuge und Technik zuständige Abteilungsleiter. Vier der neuen Löschfahrzeuge sind als „Hilfeleistungslöschfahrzeuge“ (HLF) stärker für technische Hilfeleistungen ausgestattet und haben im Vergleich zu den LFs dafür mehr Geräte.

Je zwei HLF 20 und HLF 10 wurden an die Hauptfeuerwache und nach Herrnsheim beziehungsweise nach Abenheim und Rheindürkheim übergehen. Zwei LF 10 erhielten die Einheiten Wiesoppenheim und Heppenheim.

Darüber hinaus wurde ein neues Pulver-Tanklöschfahrzeug (TLF) für die Hauptwache beschafft; das bisherige wechselt in den Wormser Norden. Ein Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W), ausgelegt für Brandsicherheitsdienste und Vegetationsbrände, hat nun die Einheit Herrnsheim.

Neue Boote für die Wasserrettung

Auch die Wasserrettung wurde erweitert. Zwei neue Rettungsboote für die Stadtmitte und Rheindürkheim ergänzen die bestehenden Einheiten, nachdem die Aufsichtsbehörde wegen der Risikoklasse mehr Fahrzeuge auf dem Rhein gefordet hatte. Damit verfügt die Feuerwehr nun im Süden wie im Norden über jeweils zwei Boote und kommt den gesetzlichen Regelungen nach, dabei steigen die Einsatzzahlen auf dem Wasser.

Ein Mehrzweckfahrzeug vom Typ MZF 3 ersetzt in Abenheim den bisherigen Schlauchwagen und ist mit rund 4000 Metern Schlauch beladen. Ein weiteres, kleineres MZF 1 wird künftig ebenfalls für die Wasserrettung eingesetzt – ein Fahrzeug, das zuvor im Stadtrat für Verwirrung gesorgt hatte (wir berichteten).

Zwei Fahrzeuge für den Katastrophenschutz

Zuletzt gibt es auch im Bereich des Katastrophenschutzes ebenfalls Neuerungen. Ein Neufahrzeug für die Wormser Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst steht noch aus. Dafür kam ein vollständig ausgerüsteter Erkundungswagen für Gefahrstoffeinsätze rechtzeitig zur Übergabe in Worms an. Er wurde bundesweit einheitlich durch den Bund beschafft – ohne Kosten für die Stadtkasse – und zählt damit nicht zum Beschaffungsprogramm.