Kaputter Bodenbelag: Haltestelle Kirchgasse soll saniert werden

Tiefe Spurrillen im Asphalt prägen das Bild von vielen Wiesbadener Bushaltestellen. Die Stadt teilt nun mit, welche Stationen bald saniert werden.

Kaputter Bodenbelag: Haltestelle Kirchgasse soll saniert werden

Der heiße Sommer hat Spuren hinterlassen: Der Bodenbelag an vielen Bushaltestellen in Wiesbaden ist über die letzten Monate noch kaputter geworden. Wird Asphalt stark erhitzt, wird er weicher. Die tonnenschweren Linienbusse haben deshalb tiefe Spurrillen in die Straße gedrückt.

Überall dort, wo die Busse im Minutentakt halten, sind die Schäden besonders groß. Eine Merkurist-Leserin berichtet, an der Haltestelle Kirchgasse bereits mehrere Personen über die dortigen Bodenwellen stolpern gesehen zu haben. Schwere Unfälle seien der Stadt zwar keine bekannt, erklärt ein Pressesprecher auf Anfrage von Merkurist. Dennoch sei man sich des Problems bewusst und wolle die Haltestelle voraussichtlich im ersten Halbjahr 2028 sanieren.

Mehrere Haltestellen bereits saniert

Während in der Kirchgasse also noch etwas Geduld gefragt ist, haben in den vergangenen Monaten mehrere Haltestellen bereits einen neuen Bodenbelag erhalten, deren Belag zuvor ebenso kaputt war: Unter anderem an der Haltestelle Paulinenklinik in der Schiersteiner Straße, der Station Ringkirche am Kaiser-Friedrich-Ring sowie dem Halt Loreleiring in der Dotzheimer Straße sind die Spurrillen verschwunden.

Hier wurde ein sogenannter „halbstarrer Belag“ verlegt, teilt der Pressesprecher mit. Dabei handelt es sich um eine offenporige Asphaltschicht, in deren Hohlräume nach dem Abkühlen eine Zementschlämme eingearbeitet wird. Die Oberfläche ist heller als klassischer Asphalt. Sie heizt sich bei Sonneneinstrahlung nicht so stark auf und bleibt somit stabiler und langlebiger. Allerdings ist sie auch teurer: Die Stadt beziffert die Kosten des halbstarren Belags mit 250 Euro pro Quadratmeter. Die sonst übliche Asphaltbauweise koste nur 150 Euro pro Quadratmeter.

Stadt kündigt weitere Sanierungen an

Noch stabiler sei eine Fahrbahn aus Beton, wie man sie etwa auf der Kreuzung Kasteler Straße/ Mainzer Straße findet. Allerdings sei diese mit 700 Euro pro Quadratmeter nochmal deutlich teurer. Ihr Einsatz lohne sich nur bei maximal frequentierten Bushaltestellen. Am Hauptbahnhof sei dies tatsächlich der Fall. Schon im August und September soll daher Bussteig B mit Beton saniert werden. 2027 folgen die Bussteige C und D.

Dazu kündigt der Pressesprecher weitere Sanierungen mit halbstarren Belag an: Auf dem Kaiser-Friedrich-Ring erhält die Haltestelle Schiersteiner Straße im August und September eine neue Oberfläche. Im Oktober wird dann die Busspur zwischen Gutenbergplatz und Biebricher Allee neu gemacht. Die Busspur in der Mainzer Straße soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 saniert werden.

Größere Belastung durch E-Busse?

Die Vermutungen, die Belastung für den Asphalt könnte in den vergangenen Jahren durch die neuen Batteriebusse größer geworden sein, weist der Pressesprecher zurück. Zwar seien die E-Solobusse tatsächlich drei Tonnen schwerer als Diesel-Solobusse, würden von den eingesetzten Diesel-Gelenkbussen aber weiter deutlich übertroffen.

Mit den kürzlich bestellten E-Gelenkbussen (wir berichteten) dürfte die Belastung in Zukunft aber tatsächlich weiter steigen.