Der erste vollelektrisch angetriebene Gelenkbus von ESWE Verkehr hat sich im Wiesbadener Stadtverkehr bewährt. Deshalb wird die Flotte nun um sechs weitere Fahrzeuge dieser Art erweitert. Das teilte der Wiesbadener Mobilitätsdienstleister am Donnerstag mit. Das Ausschreibungsverfahren für die neuen Busse läuft bereits.
Vor knapp einem Jahr hatte ESWE Verkehr den ersten E-Gelenkbus in den Fuhrpark aufgenommen. Seitdem habe das Fahrzeug mehr als 50.000 Kilometer im Liniennetz zurückgelegt und im Alltagsbetrieb überzeugt. „Der elektrische Gelenkbus hat sich in der anspruchsvollen Wiesbadener Topografie sehr gut bewährt, und auch die Mitarbeitenden aus dem Fahrbetrieb zeigen sich hochzufrieden“, sagt Geschäftsführerin Marion Hebding. „Mit der Ausschreibung sechs weiterer Fahrzeuge gehen wir nun den nächsten Schritt unserer Elektrifizierung.“
Im hügeligen Wiesbaden bewährt
Die technischen Anforderungen für die neuen Busse orientieren sich am bisherigen Modell. In der Praxis schaffte der Bus eine durchschnittliche Tagesleistung von rund 250 Kilometern, im Sommer sogar über 320 Kilometer. Damit erreiche er eine ähnliche Jahresleistung wie ein Dieselbus. Nachdem der Bus anfangs vor allem auf innerstädtischen Strecken unterwegs war, sei er später auch auf Strecken mit starken Steigungen in den äußeren Stadtteilen intensiv getestet worden.
Verkehrswende im Alltag umsetzen
Ein wichtiger Baustein für nachhaltigen öffentlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt sei die E-Mobilität. „Mit der fortschreitenden Elektrifizierung der Busflotte bleiben wir in Wiesbaden nicht bei Pilotprojekten stehen, sondern setzen die Verkehrswende im Alltag um“, so Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender von ESWE Verkehr.
Die Gelenkbusse mit ihrer größeren Kapazität spielten vor allem auf Linien mit hoher Nachfrage eine wichtige Rolle und seien für die künftige Liniennetzreform von Bedeutung. Weitere Anschaffungen hängen laut ESWE Verkehr davon ab, ob zusätzlicher Platz in Form eines zweiten Betriebshofes geschaffen wird.