Nach den zahlreichen Umzügen und Veranstaltungen der vergangenen Tage zieht der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) in Wiesbaden eine positive Sicherheitsbilanz zur Fastnacht. Es sei zu keinen gravierenden Straftaten gekommen.
350.000 Menschen kamen beispielsweise zum großen Umzug am Sonntag nach Wiesbaden zum Schauen und Feiern. Die Einsatzkräfte berichteten, dass sie bis 19 Uhr am Abend insgesamt 89 medizinische Hilfeleistungen zählten, darunter 34 Einsätze für Rettungswagen und einen Notarzteinsatz (wir berichteten). Das hessische Innenministerium bilanziert, dass die registrierten Vorfälle, wie übermäßiger Alkoholkonsum, verbale Streitigkeiten oder Körperverletzungen, im Verhältnis zu den Teilnehmerzahlen nur ein geringes Ausmaß gehabt hätten.
Erhöhte Polizeipräsenz zeigte Wirkung
Für die Einsatzkräfte seien die tollen Tage immer eine besondere Herausforderung, so der Innenminister. „Während andere ausgiebig feiern, müssen sie ihre privaten Belange zurückstellen und jederzeit situationsangemessen reagieren.“ Die Einsatzkräfte der „Blaulichtfamilie“ hätten mit großem persönlichen Einsatz und hoher Professionalität für die Sicherheit der Menschen gesorgt. Dafür gebühre ihnen ein besonderer Dank, sagte der Innenminister.
Für die Sicherheit sorgte die Polizei mit einer deutlich erhöhten Präsenz und gezielten Kontrollen. Dabei kam laut Innenministerium auch das bereits von den Weihnachtsmärkten bekannte „3er-Ring-Konzept“ (wir berichteten) wieder zur Anwendung. Auch die Feuerwehren und Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Sicherheit bei den größeren Umzügen zu gewährleisten. Unter den Helfern befanden sich auch viele ehrenamtliche Kräfte.