So sieht das Sicherheitskonzept für Weihnachtsmärkte in Hessen aus

Das Land Hessen hat Maßnahmen für die Sicherheit auf den anstehenden Weihnachtsmärkten vorgestellt. Dazu gehören erhöhte Polizeipräsenz und ein neues taktisches Konzept.

So sieht das Sicherheitskonzept für Weihnachtsmärkte in Hessen aus

Um die Sicherheit auf den bevorstehenden Weihnachtsmärkten in Hessen zu gewährleisten, hat das Innenministerium bei einer Fachveranstaltung ein neues Sicherheitskonzept vorgestellt. Das teilt das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz mit.

Der Anspruch sei dabei ein möglichst hohes Maß an Sicherheit. „Wir wollen, dass die Bürger unbeschwert Weihnachtsmärkte besuchen können“, so Innenminister Roman Poseck (CDU).

Erhöhte Polizeipräsenz und neues Konzept

Bereits Anfang April startete demnach das Sofortprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“. Ein neuer Erlass des Landespolizeipräsidiums sieht nun für die Adventszeit eine erhöhte Polizeipräsenz, verstärkte Kontrollen sowie andere Maßnahmen wie Absperrungen und die Durchsetzung des Waffengesetzes vor.

Zudem wird die hessische Polizei Weihnachtsmärkte zum Teil mit einem „3er Ring Konzept“ begleiten. Bei dieser taktischen Maßnahme betrachtet die Polizei den Veranstaltungsort, die äußere Begrenzung und den umliegenden Bereich. Das Konzept wurde im vergangenen Jahr nach einem Anschlag in Magdeburg erstmalig eingesetzt und nun in den Erlass aufgenommen.

Keine konkrete Gefährdung

Laut den Sicherheitsbehörden gibt es aktuell keine Hinweise, die auf eine konkrete Gefährdung von Weihnachtsmärkten hindeuten. „Abstrakte Gefahren sind aber nach wie vor gegeben“, heißt es in der Mitteilung. Man wisse, „dass es eine 100-prozentige Sicherheit nicht geben kann.“

„Feierlichkeiten und Feste bringen die Menschen in Hessen zusammen. Sie sind Tradition und Teil unserer Kultur“, so der Innenminister. „Wir tun alles, damit die Menschen sicher sind und sich vor allem auch sicher fühlen können.“

Kommunen können sich beim Sofortprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“ zusammenschließen, um gemeinsam Sicherheitsmaßnahmen anzuschaffen. Dadurch sollen die Maßnahmen verbessert und Kosten reduziert werden. Bisher wurden laut dem Ministerium sieben Anträge von insgesamt 25 kommunalen Zusammenschlüssen mit einer Fördersumme von 575.000 Euro bewilligt.