Situation spitzt sich zu: Mainzer Tierheim startet Appell für neuen Standort

Das Mainzer Tierheim muss wegen des Abrisses der Mombacher Hochstraße bis 2028 umziehen. Via Social Media bitten die Mitarbeiter nun die Mainzer um Mithilfe bei der Suche nach einer dauerhaften Heimat.

Situation spitzt sich zu: Mainzer Tierheim startet Appell für neuen Standort

Das Tierheim Mainz steht vor einer ungewissen Zukunft und braucht dringend ein neues Zuhause. Da der jetzige Standort dem Rückbau der Mombacher Hochstraße weichen muss, haben die Mitarbeiter über die Social-Media-Plattform Instagram einen dringenden Hilferuf gestartet. Bis zum Jahr 2028 müsse eine dauerhafte Lösung für die Tiere gefunden sein.

„Tierheim ist mehr als ein Ort“

Wie das Tierheim in seinem Aufruf erklärt, ist ein Weiterbetrieb am aktuellen Standort während der Bauarbeiten nicht möglich. Zwar seien zwei Übergangsstandorte als Zwischenlösung geplant, doch eine endgültige neue Heimat fehle bislang. „Das Tierheim ist mehr als ein Ort: Es ist Schutz, Sicherheit und Hoffnung für Hunde, Katzen, Kleintiere, Fundtiere und verletzte Wildtiere“, heißt es in dem Appell.

Gesucht wird deshalb intensiv nach einer dauerhaften Bleibe im Raum Mainz und Umgebung. Infrage kommen dabei ein Grundstück, eine Halle oder eine ehemalige landwirtschaftliche Anlage, die ausreichend Platz und Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Das Tierheim bittet die Bevölkerung um Unterstützung: „Jeder Hinweis kann den Unterschied machen.“ Bürger werden aufgerufen, den Beitrag zu teilen und sich im eigenen Umfeld nach potenziellen Flächen oder Kontakten umzuhören.

Nutzer fordern: „Stadt in die Verantwortung ziehen“

Der Hilferuf stößt im Netz auf große Resonanz. Viele sehen vor allem die Stadt in der Pflicht. So schreibt eine Userin, man müsse die Stadt Mainz „in die Verantwortung ziehen, einen adäquaten Ersatzstandort zur Verfügung zu stellen“. Sie befürchtet, dass andernfalls Tiere vermehrt ausgesetzt werden könnten und Mainz ein Problem mit Straßentieren bekomme.

Eine andere Nutzerin betont die wichtige Arbeit des Tierheims, von der die ganze Stadt profitiere. Wenn die Einrichtung wegen der Brückensprengung unfreiwillig umziehen müsse, dürfe sie nicht allein gelassen werden. In den Kommentaren wird auch Oberbürgermeister Nino Haase mehrfach direkt markiert, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.