Mieten in Mainz: BAföG-Pauschale reicht bei weitem nicht

Für Studenten in Mainz wird das Geld knapp. Eine neue Auswertung zeigt: Die Miete verschlingt mehr als die Hälfte des BAföG-Höchstsatzes und übersteigt die Wohnpauschale deutlich.

Mieten in Mainz: BAföG-Pauschale reicht bei weitem nicht

Für viele Studenten, die auf BAföG angewiesen sind, wird das Wohnen in Mainz zur finanziellen Herausforderung. Eine aktuelle Analyse des Immobilienportals Immowelt zeigt, dass die staatliche Wohnpauschale die tatsächlichen Mietkosten bei Weitem nicht deckt.

Laut der Auswertung kostet eine typische 40-Quadratmeter-Wohnung in Mainz mittlerweile 519 Euro Kaltmiete. Diese Kosten verschlingen bereits 52 Prozent des BAföG-Höchstsatzes von 992 Euro. Die im BAföG enthaltene Wohnpauschale von 380 Euro wird damit um 137 Prozent überschritten. Dazu kommt: In Mainz wird der Semesterbeitrag der Johannes Gutenberg-Universität zum anstehenden Wintersemester angehoben. Im Vergleich zum Vorsemester ist er von 349,10 Euro auf 366,90 Euro gestiegen.

Mainz im bundesweiten Vergleich

Für die Studie hat Immowelt die Angebotsmieten für 40-Quadratmeter-Wohnungen aus den 1990er-Jahren in 138 deutschen Hochschulstädten verglichen. Die angegebenen Werte sind eine Prognose für September 2026. Das Ergebnis zeigt enorme regionale Unterschiede auf.

Während Studenten in Mainz mehr als die Hälfte ihres Budgets für die Miete einplanen müssen, ist die Lage in anderen Städten noch angespannter. Am teuersten ist das Studieren in München: Dort frisst die Kaltmiete von 862 Euro bereits 87 Prozent des gesamten BAföG-Satzes auf. Deutlich günstiger ist es hingegen im Osten Deutschlands. In Chemnitz (234 Euro) oder Plauen (232 Euro) reicht die Wohnpauschale problemlos aus, die Miete macht hier weniger als ein Viertel des Höchstsatzes aus.

Wohnpauschale in den meisten Städten zu niedrig

Die Analyse verdeutliche ein generelles Problem: Die bundesweit einheitliche Wohnkostenpauschale von 380 Euro spiegelt die Realität auf den Wohnungsmärkten vieler beliebter Universitätsstädte nicht wider. In der großen Mehrheit der untersuchten Städte reiche der Betrag nicht aus, um die Kaltmiete für eine kleine Wohnung zu bezahlen. Das Studieren werde so immer mehr zu einer Frage des Geldbeutels.