Bootshaus Mainz: Das sind die neuen Betreiber des Restaurants

Die neuen Betreiber des Mainzer Bootshauses setzen auf Bewährtes und planen Neues. Dabei soll am Ende „ganz Mainz Gast sein“. Betriebsleiter Slim Ennakhla und Marketingmanagerin Celina Otto von „cuisyn“ geben Einblicke.

Bootshaus Mainz: Das sind die neuen Betreiber des Restaurants

Viele Mainzer verbinden das Restaurant „Bootshaus“ am Winterhafen mit dem Spitzenkoch Frank Buchholz, der das Haus über Jahre geprägt hat. Anfang September gab es einen Betreiberwechsel: Das Gastronomieunternehmen „cuisyn“ hat das Restaurant gemeinsam mit Betriebsleiter Slim Ennakhla und Küchenchef Lucas Kriesel übernommen. Am bisherigen Charakter des Bootshauses soll sich zunächst wenig ändern. Für die Zukunft sind jedoch neue Gerichte und kulinarische Veranstaltungen geplant.

Zwischen gutbürgerlicher Küche und „Urlaubsgefühl“

Betreiber Slim Ennakhla beschreibt das gastronomische Konzept gegenüber Merkurist als „gutbürgerliche Küche auf gehobenem Niveau“, ergänzt mit mediterranen Einflüssen. Dabei wolle man insbesondere auf regionale Produkte achten und die Preise an die Region anpassen. „Am Ende ist es ein Ort, man ist zu Hause und trotzdem im Urlaub, und das zeichnet das Bootshaus für mich aus“, so Celina Otto von „cuisyn“.

Neben der Atmosphäre stehe die Qualität der Küche im Fokus: „Uns definiert gute Qualität in guter Atmosphäre“, beschreibt es Ennakhla. Laut ihm teile auch Küchenchef Lucas Kriesel diesen Anspruch von Qualität und Innovation.

Neue Speisen und ein kulinarischer Kalender

Künftig soll sich für die Gäste gar nicht mal so viel verändern. Der Grundgedanke sowie die Atmosphäre des Bootshauses seien gleich geblieben. Darauf solle nun in Zukunft aufgebaut werden. Auch das gesamte Team sei geblieben, alle Mitarbeiter seien übernommen worden. Ebenso soll die Handschrift von Frank Buchholz weiterhin spürbar sein: „Was von Frank Buchholz übrig geblieben ist, ist tatsächlich der Gedanke des Gastgebers hier und auch die hohen Ansprüche an die Qualität“, erklärt Ennakhla.

Längerfristig haben die neuen Betreiber Zukunftspläne, welche Veränderungen mit sich bringen: „Sprechen wir von Öffnungszeiten bis hin zur Karte“, so Slim Ennakhla. Gleichzeitig seien erste Veränderungen bereits angestoßen. Kürzlich wurden einige Gerichte auf der Speisekarte ausgetauscht, um die Resonanz der Gäste zu beobachten. Ab November soll die Karte um weitere Speisen ergänzt werden. Auch neue Aktionen sind geplant, wie beispielsweise ein kulinarischer Kalender für das kommende Jahr. Dabei sollen verschiedene Events angeboten werden, um mehr Menschen als Gäste im Bootshaus anzusprechen.

„Wir wollen schauen, dass wir ganz Mainz als Gast bei uns haben.“

Aber zunächst befinde sich das Bootshaus in einer Findungsphase der Zusammenarbeit des neuen Teams. Aktuell würde sich das Team auf das kommende Jahr 2027 richtig vorbereiten.

Positive Bilanz nach den ersten Wochen

Rund eineinhalb Monate nach der Übernahme ziehen sowohl Ennakhla als auch „cuisyn“ eine positive Bilanz. Zu Beginn habe es viele neugierige Gäste gegeben. Besonders freue man sich darüber, dass auch die Stammgäste dem Restaurant treu geblieben seien: „Wir freuen uns umso mehr über alle Stammgäste, die tatsächlich geblieben sind und sich nicht von dem Fakt erschrecken lassen, dass Herr Buchholz nicht mehr das Restaurant führt“, erklärt der Betreiber Slim Ennakhla.

Auch seitens des Gastronomieunternehmens „cuisyn“ lässt sich ein positives Fazit ziehen: „Wir sind sehr stolz, Teil davon zu sein und das gemeinsam weiterzuführen.“ Die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe sei gut angelaufen. Bereits kurz nach der Übernahme habe das Team an einer gemeinsamen Feier teilgenommen. Celina Otto erklärt, auf was es dabei ankomme: „Unser Ziel ist es, dass wir es schaffen, die Prozesse und Strukturen im Hintergrund so zu unterstützen, dass die Leute, die die Restaurants ausmachen, auch einfach am Ende mehr Zeit am Gast haben können.“

Die neue Zusammenarbeit stimme also beide positiv: „Wir sind sehr glücklich und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der Zukunft.“

„Cuisyn“ übernimmt etablierte Restaurants

Das Gastronomieunternehmen „cuisyn“ betreibe „Individualgastronomie“, so Celina Otto. Dabei sollen gezielt erfolgreich etablierte Restaurants, die teilweise jahrzehntelang Stammgäste haben, weiter auf dem Markt bestehen können.

„Wir wollen dafür sorgen, dass die Restaurants am Markt weiter bestehen können und erfolgreiche Restaurants am Ende noch erfolgreicher machen, gemeinsam in der Zukunft führen und am Ende wirklich als Team“, so Otto.