Der interne Streit an der Mainzer Stadtspitze um das Oktoberfest hat ein Ende. Nachdem Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) seine Dezernenten Manuela Matz (Wirtschaft) und Karsten Lange (Ordnung) am Mittwoch öffentlich kritisiert hatte, ist die Angelegenheit nun ausgeräumt. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Mainz hervor.
In einem gemeinsamen Statement erklären die beiden CDU-Dezernenten: „Uns war und ist es wichtig, mit den Akteuren unserer Stadt im Dialog zu sein und Veranstaltungsinitiativen grundsätzlich konstruktiv zu begleiten.“ Sie erkennen jedoch an, dass ihre Anwesenheit bei der Pressekonferenz des Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) die Kommunikation der Stadt uneinheitlich wirken ließ. „Dies war zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt. Dass dadurch Irritationen entstanden sind, bedauern wir“, heißt es weiter. Oberbürgermeister Nino Haase begrüßte diese Erklärung: „Im Sinne des Grundsatzes der Einheit der Verwaltung begrüße ich dieses Statement, und damit ist die Angelegenheit für mich ausgeräumt.“
Rückblick: Zoff um Auftritt bei Pressekonferenz
Hintergrund des Streits war eine kurzfristig einberufene Pressekonferenz des DEHOGA am Mittwochmorgen zum geretteten Mainzer Oktoberfest (wir berichteten). Auf dem Podium saßen neben dem Veranstalter auch die Wirtschaftsdezernentin Matz und der Ordnungsdezernent Lange – obwohl die endgültige Genehmigung für das Fest zum Zeitpunkt der Pressekonferenz-Einladung noch ausstand.
Oberbürgermeister Haase hatte sich von dem Vorgehen überrascht gezeigt und seine Dezernenten nach Merkurist-Informationen zurückgepfiffen. Er warf ihnen sinngemäß vor, sich vor den Karren der Veranstalter spannen zu lassen und den Eindruck zu erwecken, man übe Druck auf die Verwaltung aus. Das Thema werde „intern besprochen“, kündigte Haase daraufhin an. Diese Besprechung scheint nun mit den aktuellen Statements abgeschlossen zu sein.