Der Kult-Imbiss „Zum Schorsch“ musste vor einigen Jahren der neuen Bebauung am Mainzer Zollhafen weichen. Doch für das Grundstück gibt es nun Pläne für eine neue Gastronomie (wir berichteten vorab). Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) und der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling (SPD) waren am Montag (29. Juni) vor Ort, als die neuen Inhaber ihre Pläne vorstellten.
Zwei Geschosse und eine Rooftop-Bar
Der Mainzer Gastronom Jan Appeltrath hat das Areal erworben und will zusammen mit seinem Partner Nils Rauer einen großen Neubau schaffen. Dafür investiert er eine siebenstellige Summe. Die Gastronomie soll auch einen Veranstaltungsraum und einen Biergarten umfassen. Auf einer Fläche von rund 530 Quadratmetern entsteht ein zweigeschossiges Gebäude mit insgesamt 350 bis 400 Plätzen und einer Bar auf dem Dach. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2028 geplant. „Wir wollen möglichst zeitnah starten“, sagte Jan Appeltrath bei der Vorstellung der Pläne.
„Ort der Begegnung“
Die neuen Betreiber legen großen Wert auf regionale Verbundenheit und Kulinarik. „Wir möchten in Mainz und für Mainz einen Ort der Begegnung schaffen, an dem man sich wohlfühlt, gut essen und trinken und sprichwörtlich die Seele baumeln lassen kann“, erklären Appeltrath und Rauer. Das Projekt soll sich außerdem durch nachhaltiges Bauweise und eine klimabewusste Gestaltung auszeichnen.
Den Zuschlag für das Grundstück erhielten die beiden Investoren von der Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG, die das Quartier entwickelt. Olaf Heinrich von der Geschäftsführung der Zollhafen-Gesellschaft freut sich über den Schritt: „An dem Standort wird ein identifikationsstiftendes Bauwerk mit einer hohen gastronomischen Anziehungskraft entstehen.“
Politik begrüßt Pläne
Auch die Stadtspitze begrüßt die Pläne. „Der Zollhafen kann nicht nur aus Wohnungen und Büros bestehen, es braucht auch Gastronomie“, sagt Oberbürgermeister Nino Haase. Die Entwicklung sei ein Erfolgsmodell für die Stadtentwicklung und die neue Gastronomie eine Bereicherung für die Mainzer Neustadt. „Die Neustadt liegt sehr nah am Rheinufer, aber man hatte den Eindruck, dass sie doch weit weg ist“, so Haase weiter.
Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht in der „Nordmole“ ein Projekt, das weit über ein gastronomisches Angebot hinausgehe und den Tourismus in Rheinland-Pfalz stärke. Für Baudezernent Ludwig Holle ist das Konzept ein „hervorragender Schlussstein der Gesamtentwicklung des Rheinufers“ am Zollhafen.