Demo gegen Rechts am Donnerstagabend in Mainz: Malu Dreyer dabei

„Klares Signal der Solidarität“

Demo gegen Rechts am Donnerstagabend in Mainz: Malu Dreyer dabei

Unter dem Motto „Zeichen gegen Rechts – Kein Platz für Nazis“ findet am Donnerstag (18. Januar) um 18 Uhr eine Kundgebung am Mainzer Hauptbahnhof statt. Mit dabei sein wird dann auch Malu Dreyer (SPD). Das gab die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin auf Instagram bekannt.

„Mitglieder der Landesregierung und auch ich werden dabei sein, um zu zeigen, dass Rheinland-Pfalz weltoffen, bunt und demokratisch ist und auch bleiben soll“, so Dreyer, die vor Ort auch eine Rede halten wird. Wie die Ministerpräsidentin sagt, mache die Politik der AfD und ihrer rechtsextremen Netzwerke ganz vielen Menschen in Deutschland Angst. „Das dulden wir nicht.“ Deshalb sende sie an alle Bürger, die von der AfD zum Feind erklärt wurden, ein klares Signal der Solidarität und des Schutzes durch den demokratischen Rechtsstaat.

Sie rufe nun alle demokratischen Kräften dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen, sich ebenfalls solidarisch zu erklären und gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland und Rheinland-Pfalz zu setzen, so Dreyer in dem Post. Organisiert wird die Veranstaltung von einem Freundeskreis Mainzer Studenten. Mit der Kundgebung sollen vor allem Menschen angesprochen werden, die „dem Ganzen schweigend zusehen und sich nicht äußern“, so die Organisatoren.

Die Initiative erhält dabei breite Unterstützung von verschiedenen Akteuren der Mainzer Stadtgesellschaft, darunter Vereine, Studentengruppen, Jugendorganisationen sowie Parteien. Auch Große Vereine wie Mainz 05 schließen sich dem Aufruf an, genauso wie LSBTQI-Organisationen und Kirchen.

Update: Wie die Stadt nun kurz vor der Veranstaltung mitteilt, ist aus der Kundgebung vom Mainzer Hauptbahnhof eine Demo vom Hauptbahnhof zum Gutenbergplatz geworden. Die Route geht über den Münsterplatz und den Schillerplatz.

Hintergrund

Vor einigen Tagen berichtete „Correctiv“ über ein geheimes Treffen unter anderem von AfD-Mitgliedern. Ziel des Treffens soll gewesen sein, einen Plan zu entwerfen, wie Menschen aufgrund rassistischer Kriterien aus Deutschland vertrieben werden können. In Mainz gab es zudem zuletzt Diskussionen darüber, dass Veranstaltungen im AfD-nahen „Zentrum Rheinhessen“ verboten werden sollen (wir berichteten).