Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder zu einem Warnstreik im Öffentlichen Personennahverkehr aufgerufen. Wie die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilt, sind davon auch die Bus- und Straßenbahnlinien in Mainz betroffen. Der Streik soll von Freitagfrüh (27. Februar), 4 Uhr, bis Sonntagfrüh (1. März), 4 Uhr, andauern (wir berichteten).
Die MVG will am Freitag und Samstag, jeweils von etwa 6 bis 20:30 Uhr, einen Notbetrieb auf einzelnen Linien anbieten. Davor und danach finden keine Fahrten statt. Die Busse und Bahnen sollen dabei ohne festen Fahrplan in einem 30-Minuten-Takt verkehren. Damit will das Unternehmen Menschen, die dringend auf den ÖPNV angewiesen sind, eine eingeschränkte Möglichkeit zur Nutzung geben.
So soll der Notbetrieb aussehen
Im Notbetrieb sollen hauptsächlich die Nachtlinien tagsüber unterwegs sein, unterstützt durch einzelne weitere Linien auf Teilstrecken. Die Wartezeit an den bedienten Haltestellen soll maximal 30 Minuten betragen, weitere Ausfälle können laut MVG aber nicht ausgeschlossen werden. Informationen zu den eingesetzten Linien und deren Streckenverlauf gibt es auf der Internetseite der Mainzer Mobilität.
Die MVG weist darauf hin, dass die Auskünfte in Apps, auf Websites und an den Haltestellen während des Streiks nicht korrekt sind. Fahrgäste, die pünktlich sein müssen, sollten so früh wie möglich losfahren oder Termine verschieben. Zugverbindungen und der Schienenersatzverkehr der Deutschen Bahn sind vom Streik nicht betroffen. Fahrgäste werden zudem gebeten, sich bei umliegenden Verkehrsgesellschaften wie ESWE Verkehr und dem RNN über dortige Einschränkungen zu informieren.