Nächster ÖPNV-Streik: Massive Ausfälle in Mainz erwartet

Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum Warnstreik im ÖPNV auf. In Mainz und dem Umland fallen am Freitag und Samstag großflächig Busse und Bahnen aus.

Nächster ÖPNV-Streik: Massive Ausfälle in Mainz erwartet

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr ruft die Gewerkschaft Verdi erneut zu einem Warnstreik auf. Demnach sind die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe in Rheinland-Pfalz aufgerufen, am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar) die Arbeit niederzulegen.

Grund dafür ist laut der Gewerkschaft eine ergebnislose vierte Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband. Der Streik soll am Freitagmorgen um 3 Uhr beginnen und mit dem Ende der letzten Schicht am Samstag enden. Betroffen sind die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH sowie der KRN-Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH.

Die Gewerkschaft rechnet damit, dass die Streikmaßnahmen vielerorts auch den Berufs- und Schülerverkehr treffen werden.

Angebot der Arbeitgeber „nicht tragfähig“

Der Verhandlungsführer von Verdi, Marko Bärschneider, kritisiert das jüngste Angebot der Arbeitgeberseite. „Die Arbeitgeber waren in der letzten Verhandlungsrunde zwar grundsätzlich offen für Gespräche und haben auch ein Angebot auf den Tisch gelegt. Allerdings ist dieses Angebot noch fern von einem Abschluss“, so Bärschneider. Besonders kritisch sehe er, dass ein Angebot für langjährige Beschäftigte mit der Forderung verknüpft worden sei, dass alle Mitarbeiter auf eine Stunde Nachtschichtzulage verzichten.

Die Gewerkschaft fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen. „Der Bedarf solcher Verbesserungen ist daher groß“, erklärt Bärschneider. Außer höheren Zuschlägen und mehr Urlaubsgeld gehe es auch darum, dass sogenannte Wendezeiten künftig vollständig bezahlt werden. „Wer auf dem Fahrzeug sitzt oder für dieses verantwortlich ist, der muss auch voll bezahlt werden“, so der Verhandlungsführer.

Die fünfte Verhandlungsrunde ist für den 9. März 2026 angesetzt.