Grüne Oase statt Hitze-Insel: Das ist für den Mainzer Gutenbergplatz geplant

Der Mainzer Gutenbergplatz ist eine der heißesten Ecken der Stadt. Das soll sich ändern: Der Stadtrat hat eine umfassende Begrünung beschlossen, um den Platz abzukühlen.

Grüne Oase statt Hitze-Insel: Das ist für den Mainzer Gutenbergplatz geplant

Der Gutenbergplatz in Mainz soll grüner werden. Ziel ist es, das starke Aufheizen des Platzes an heißen Sommertagen zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Das hat der Stadtrat am Mittwoch (6. Mai) auf einen gemeinsamen Antrag von CDU, Grünen und SPD hin mehrheitlich beschlossen.

Grund für die Entscheidung ist der Klimawandel, der die Stadt vor große Herausforderungen stellt. Der stark versiegelte Gutenbergplatz gilt außer dem Münsterplatz und dem Ludwig-Lindenschmidt-Forum am Leibniz-Zentrum für Archäologie (Leiza) als einer der heißesten Orte in Mainz. Die Begrünung soll die Hitzeentwicklung reduzieren und stellt laut Antrag eine wirksame Maßnahme zur Klimaanpassung dar.

Für die Umgestaltung gibt es bereits mehrere Ideen. So könnten klimaresistente Stadtbäume mit großen Kronen gepflanzt werden. Außerdem ist die Rede von festen Pflanzkübeln mit Stauden und Sträuchern, Rankelementen oder begrünten Pavillons. Auch Wasserelemente sollen zur Kühlung und Belebung des Platzes beitragen.

Bürger sollen bei Gestaltung mitreden

Die Maßnahmen sollen den Bereich rund um das Staatstheater und den zukünftigen Standort der Anna-Seghers-Bibliothek aufwerten und so ein neues Zentrum für Kultur schaffen. Bei der konkreten Ausgestaltung sollen die Bürger sowie ansässige Gewerbetreibende und Kulturschaffende eingebunden werden. Wie genau die Begrünung am Ende konkret aussehen wird, steht allerdings noch nicht fest.

Bei allen Schritten müssten zudem die Planungen zum Straßenbahnausbau in der Innenstadt berücksichtigt werden. Um das Projekt zu finanzieren, will die Stadt Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene prüfen. Sollte das nicht gelingen, könnten Mittel aus dem Sondervermögen des Landes Rheinland-Pfalz genutzt werden, heißt es in dem Antrag. Dieses wurde für den Bau des neuen Bibliotheksstandorts festgelegt.

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