Der Mainzer Sänger Marvin Hollederer („Hollebutz“) hat bei der Castingshow „The Voice of Germany“ für einen denkwürdigen Moment gesorgt. Obwohl bei seinem Auftritt am Freitagabend kein Juror rechtzeitig den Buzzer drückte, kam der 34-Jährige eine Runde weiter.
Hollederer sang eine rockige Version des Liedes „Regen und Meer“ von der Band Juli. Seine Interpretation sorgte bei den Coaches für große Verwirrung. Sie diskutierten, ob eine, zwei oder sogar drei Personen auf der Bühne stehen. „Es hat sich wirklich wie zwei Leute angehört“, so die Jury. Kurz vor Ende des Songs drückte Smudo von den Fantastischen Vier auf den Buzzer – doch sein Stuhl drehte sich nicht.
Nach dem Auftritt sprach sich der Rapper dennoch dafür aus, dass Hollederer weiterkommen solle, und begründete es mit einem technischen Fehler. Nach kurzer Diskussion stimmten die anderen Coaches und das Publikum zu. „Das ist der erste No-Buzzer in der Geschichte von ‚The Voice of Germany‘“, so Smudo. Hollederer ist damit im Team von Michi Beck und Smudo.
„Ich war kurz davor, das abzubrechen“
Dabei hatte sich Hollederer im Vorfeld selbst enorm unter Druck gesetzt, wie er im Interview mit Merkurist verriet. Nach einer Probe habe er sogar ans Aufgeben gedacht: „Ich war kurz davor, das abzubrechen, weil ich dachte, dass ich mich blamieren und das nicht hinkriegen werde.“
Auch nach seinem Auftritt, als sich zunächst kein Stuhl gedreht hatte, rechnete er mit dem Aus. „Als sich niemand rumgedreht hat, war ich erstmal so, alles klar, ja, passt, dann ist es jetzt hier vorbei, ist schön, bis hierhin gekommen zu sein.“
Unterstützung von den „Goldisch Meenzer Bube“
Unterstützung erhielt der Sänger von Mitgliedern seines Mainzer Männerchors, den „Goldisch Meenzer Bube“, die ihn nach Berlin begleitet hatten. Der Chor sei für ihn wie „eine wundervolle Gruppentherapie“, in der der Spaß im Vordergrund stehe.
Den Coaches erklärte er das Konzept seines Chors so: „Wir sind der erste Mainzer Männerchor, wo keiner singen kann und jeder Spaß dabei hat.“ Mit Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier hat er damit offenbar die richtigen Coaches gefunden. Beck sagte: „Wir machen das seit 37 Jahren so.“