Fastnachtsstar Hollebutz bei „The Voice“: „Ich war kurz davor, das abzubrechen“

Nach seinem Fastnachtshit „Bei Helga“ nimmt der Mainzer Marvin Hollederer (Hollebutz) bei „The Voice of Germany“ teil. Im Interview erzählt er, wie er sich bei seinem Auftritt gefühlt hat, wann er zu sehen ist und was er noch vor hat.

Fastnachtsstar Hollebutz bei „The Voice“: „Ich war kurz davor, das abzubrechen“

Anfang des Jahres gewann Marvin Hollederer, besser bekannt als „Hollebutz“, mit seinem Lied „Bei Helga“ den „Stehungsvision Song Contest“ des Gonsenheimer Carneval-Vereins (GCV). Dank seines Sieges konnte er anschließend auch bei „Mainz bleibt Mainz“ auftreten.

Seitdem hat sich in seinem Leben viel verändert: Als kleine Stadtbekanntheit werde er von Mainzern regelmäßig angesprochen und um ein Foto gebeten. Aber auch musikalisch geht es weiter: Unter anderem ist er bei der Musikshow „The Voice of Germany“ aufgetreten, die seit dem 11. September ausgestrahlt wird. Im Interview mit Merkurist erzählt Hollederer, wie er sich beim Auftritt gefühlt hat, wann er zu sehen ist und was bei ihm noch alles ansteht.

Vergangenes Jahr bei „The Voice“ beworben

Nach seinem Auftritt bei „Mainz bleibt Mainz“ wagte sich „Hollebutz“ auf die Bühne von „The Voice“. Beworben hat sich Hollederer aber bereits im November 2025: „Das war noch, bevor ich als Hollebutz auf die Mainzer Fastnachtsbühne gegangen bin“, sagt er. Als treuer Zuschauer habe er schon jahrelang über eine Teilnahme nachgedacht und sich schließlich einfach beworben. „Ich habe nie gedacht, dass ich überhaupt jemals eine Rückmeldung bekomme. Und dass sie meine Videos gesehen haben und noch mehr von mir wissen wollen, das war schon – wow!“

Mit der positiven Rückmeldung war es aber noch nicht geschafft: Er habe vorher unter anderem an mehreren Vorcasting-Runden teilnehmen müssen, um später zum ersten Mal nach Berlin eingeladen zu werden. „Dort habe ich dann in einem kleinen Raum vor einer Jury aus sieben Leuten drei Songs vorgesungen“, sagte Hollederer.

„Hollebutz“ schweigt zu seinem Auftritt

Danach hat Hollederer es auf die große Bühne der Blind Auditions geschafft. Ob er dort weitergekommen ist, verrät er im Gespräch mit Merkurist noch nicht. Zumindest sagt er so viel: „Ich habe mich so aufgeregt wie nie zuvor gefühlt.“ Auch zum gesungenen Lied darf sich Hollederer nicht äußern. Dieses selbstständig aussuchen konnte er nämlich nicht. Stattdessen musste er eine Liste mit mehreren Songvorschlägen einreichen, aus der „The Voice“ sich dann ein „nicht unbekanntes“ Lied ausgesucht habe. Die Auswahl habe „Hollebutz“ überrascht, und er habe gefragt: „Seid ihr euch sicher damit?“ Um ihm entgegenzukommen, sei das Lied in eine rockige Version umgewandelt worden.

Ans Aufgeben hat er kurz gedacht

Der 34-jährige Mainzer überlegte sich dann, wie er das Lied am besten singen könnte, was es für ihn bedeute und wie er die Facetten seiner Stimme und seine Gefühle einbauen könne. In der Trainingszeit habe er sich schwergetan und selbst so viel Druck bereitet, dass er auch nach einer Probe in einem Berliner Studio ans Aufgeben dachte: „Auf der Aufnahme klang ich so schlecht. Ich war kurz davor, das abzubrechen, weil ich dachte, dass ich mich blamieren und das nicht hinkriegen werde.“

Trotzdem hat Hollederer weitergeübt und stand schließlich auf der Blind-Audition-Bühne. Das hätte er aber nicht geschafft, ohne an eine bestimmte Person in seinem Leben zu denken – auch beim Auftritt selbst. Seine Gefühle hätte er sonst nicht authentisch rüberbringen können. Um wen es geht, will Hollederer nicht verraten. Und offenbar wird es auch für immer sein Geheimnis bleiben: „Ich glaube, ich werde ihr nie sagen, dass ich beim Singen an sie gedacht habe.“

Die fertige Aufnahme seines Auftritts auf der großen Bühne habe er selbst noch nicht gesehen. Sie wird diesen Freitag (2. Oktober) in der Folge bei Sat. 1 ab 20:15 Uhr ausgestrahlt.

„Hollebutz“ hat viel vor

Außer seiner Teilnahme bei „The Voice“ arbeitet Hollederer weiter an seiner musikalischen Seite. Zum Fastnachtsbeginn am 11. November werde er zwar weder privat am Schillerplatz sein noch als „Hollebutz“ auftreten. Stattdessen werde er im November bei den Vereinen „Mainzer Carneval Club“ und „Mainzer Prinzengarde“ auftreten. Sein Lied zur neuen Fastnachtskampagne habe er auch erst letzte Woche fertiggestellt. „Ich bin wirklich unfassbar spät dran. Und dann kam nochmal Endspurt, damit ich im November zumindest eine auftrittsfähige Version habe.“ Das Lied werde aber erst im Januar 2027 offiziell erscheinen.