Zum Deutschen Fleischkongresses, der am Dienstag (26. November) in Mainz stattfindet, wird es zahlreiche Protestaktionen in der Mainzer Altstadt geben. Das teilt ein Bündnis aus verschiedenen Tier- und Umweltschutzorganisationen im Vorfeld mit. Ziel sei es, die Ausrichtung des Kongresses in der Mainzer Rheingoldhalle zu verhindern.
So soll es bereits am frühen Morgen eine „Ampelaktion“ sowie eine Kundgebung an der Rheingoldhalle geben. In der Römerpassage werden die Aktivisten ab mittags einen Cube aufbauen, auf dem Filme aus der Tierindustrie abgespielt werden. Ab dem späten Nachmittag ist ein Flashmob mit Tierkostümen vor dem Eingang der Römerpassage angekündigt. Anschließend veranstaltet die „Letzte Generation“ ein „Die-In“, also eine liegende Protestaktion. Um 18 Uhr wird noch einmal eine Kundgebung vor der Rheingoldhalle stattfinden.
Protest gegen die „desaströsen Auswirkungen der Fleischindustrie“
„Beim Fleischkongress dreht sich alles um das Thema Gewinnmaximierung, getarnt durch Greenwashing und vermeintliche Selbstansprüche der Branche an Nachhaltigkeit und so genanntes ‘Tierwohl’“, heißt es in der Ankündigung. „Die desaströsen Auswirkungen der Fleischindustrie auf unsere Umwelt werden dabei gekonnt ignoriert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht einzig und allein der Profit.“ Zudem sei die Ausrichtung des Deutschen Fleischkongresses ein „Armutszeugnis für die ‘Fair-Trade’-Stadt Mainz“. Mit den Protesten setze man sich für ein „Ende der Ausbeutung und Tötung landwirtschaftlich genutzter Tiere“ ein. Gleichzeitig „sollen Menschen dazu bewegt werden, ihren Konsum zu reflektieren und sich für eine pflanzliche Lebensweise zu entscheiden“.
Bereits in den vergangenen Jahren gab es Proteste anlässlich des Fleischkongresses in Mainz. So seilten sich etwa Aktivisten von Greenpeace von der Rheingoldhalle ab, entrollten ein 160 Quadratmeter großes Banner und stellten sich mit Plakaten rund um den Veranstaltungsort auf. Eine Petition mit über 27.000 Unterschriften wurde zudem an die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU) übergeben.
Dem Mainzer Bündnis gegen den Deutschen Fleischkongress gehören unter anderem verschiedene BUND-Gruppen und Greenpeace an, zudem Students for Future, Vegan Rainbow Project sowie das Kolibri-Kollektiv.