Der Mainzer Stadtrat hat am Mittwoch mehrheitlich die Einführung einer Beherbergungsabgabe beschlossen. Die neue Abgabe soll ab dem 1. Juli 2026 gelten und zusätzliche Einnahmen für die Stadt und ihre Infrastruktur schaffen.
Dem Beschluss war eine intensive Diskussion zwischen der lokalen Tourismusbranche und der Kommunalpolitik vorausgegangen. Gleichzeitig wurde die Stadtverwaltung aufgefordert, zeitnah Alternativen zu prüfen.
Tourismusbranche erwirkt wichtige Änderungen
Auf Drängen von Branchenvertretern wie dem DEHOGA und der IHK für Rheinhessen wurde die ursprüngliche Vorlage geändert (wir berichteten). Wie der „Tourismusfonds Mainz“ mitteilt, ist nun der Übernachtungsgast Schuldner der Abgabe und nicht der Beherbergungsbetrieb. Zudem wurde festgeschrieben, dass der Tourismusfonds Mainz ab 2027 jährlich 200.000 Euro aus dem städtischen Haushalt erhält, um den Tourismus zu fördern.
Es sei „ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Matthias Sieber-Wagner, Vorsitzender des Tourismusfonds Mainz. Die Finanzierungszusage werte man als Wertschätzung und wichtige Investition. „Gleichzeitig nehmen wir die Politik beim Wort, dass die nun verabschiedete Beherbergungsabgabe spätestens zu 2028 einer umfassenden Evaluation unterzogen wird und dabei erneut die Prüfung des von der Branche präferierten Modells des Gästebeitrags erfolgt“, so Sieber-Wagner.