Nur noch etwas mehr als eine Woche, dann beginnt der Mainzer Weihnachtsmarkt. Am Donnerstag (30. November) werden Tausende Besucher auf der Traditionsveranstaltung rund um den Dom erwartet. Erstmals in diesem Jahr sind dann der historische Weihnachtsmarkt und die Winterzeit-Märkte in der Innenstadt in einem Konzept vereint: der Mainzer Weihnachtsstadt (wir berichteten). Was sich in diesem Jahr auch noch ändert, ist der Preis für Glühwein – dieser steigt 2023 nämlich mitunter an.
Keine hundertprozentige Kostenweitergabe
Im letzten Jahr gab es noch einfachen Glühwein für 3,50 Euro zu kaufen, in diesem Jahr wird der Mindestpreis jedoch auf 4 Euro steigen. Viele Leser kritisieren nun, warum die Preise jetzt nochmal einen Sprung nach oben machen.
Dazu erklärt der Vorsitzende der Mainzer Weihnachtsmarktbeschicker, Marco Sottile: „Die Energiekosten haben sich im Vergleich zum letzten Jahr nahezu verdoppelt.“ So seien zum einen die Stromkosten extrem angestiegen, und zum anderen habe auch der Preis für Propangas enorm zugelegt. Ein weiterer wesentlicher Punkt sei der Preisanstieg beim Rohstoff selbst, also dem Wein. Die Winzer hätten hierfür auch deutlich mehr verlangt als in den Jahren zuvor. Zudem seien auch Glühweintassen teurer geworden.
„Wollte man die Kosten zu 100 Prozent an den Kunden weitergeben, hätte man die Glühweinpreise noch mehr anheben müssen“, erklärt der Chef der Marktbeschicker. Doch das wolle man auf keinen Fall. Positiv auf den aktuellen Preis würden sich die um 75 Prozent reduzierten Standgebühren auswirken, die die Stadt Mainz den Händlern in diesem Jahr gewährt habe. Für besondere Glühweinsorten, wie zum Beispiel Dornfelder, soll es bei vielen Anbietern auch keinen Aufpreis geben.