Mainzer GAU und WOW des Monats

Was hat uns in diesem Monat besonders gefallen? Und was war ziemlich schlecht? Die Merkurist-Redaktion nennt ihr „Wow“ und ihren „Gau“ des Monats.

Mainzer GAU und WOW des Monats

WOW: Niemals aufgeben!

Zugegeben, besonders einfallsreich ist der Slogan „Niemals aufgeben!“ auf den ersten Blick nicht. Doch die gleichnamige Kampagne des 1. FSV Mainz 05 hat in der ganzen Fußball-Stadt Mainz wieder Leidenschaft entfacht. Ein im besten Sinne beKLOPPter Trainer wie Bo Henriksen, eine leidenschaftliche Mannschaft und frenetische Fans, die sich von den vielen gruseligen Auftritten ihrer Mannschaft in dieser Spielzeit nicht vergraulen ließen: Jetzt macht Mainz 05 endlich wieder Spaß!

Ein großes Kompliment gilt dabei den Schöpfern der „Niemals aufgeben!“-Kampagne. Die Plakate, Sticker und T-Shirts passend zum Slogan sind in der ganzen Stadt zu sehen. Auch wer sich nicht für Fußball interessiert, sieht, dass die 05er gerade die Unterstützung aller Mainzer brauchen. Wenn Mainz 05 in dieser Saison wirklich die Klasse hält, dann auch dank der Unterstützung der Mainzer.

von Peter Kroh

GAU: Tote Hose in der Innenstadt?

Eigentlich ist es eine schöne Geschichte: In der Großen Langgasse eröffnete vor wenigen Tagen das Café butter•fly garden. Doch Inhaber Johannes Doering hatte bei aller Freude auch kritische Worte – und zwar über das Mainzer Bauamt. „Wir hatten Mitte Januar den Bauantrag gestellt – und bis heute keine konkrete Rückmeldung bekommen“, kritisierte er. So habe er einige Pläne verwerfen müssen. Ähnlich ergeht es Zauberkünstler Oliver de Luca, der wegen eines Bebauungsplans von 1997 seinen „Zaubersalon“ in der Badergasse nur bis 20 Uhr öffnen darf. Und auch die neuen Eigentümer des „OllOhofs“ in der Boppstraße können ihre Pläne, im ersten Stock die Kunsthochschule einziehen zu lassen, wegen des Bebauungsplans nicht umsetzen.

Zu späte Rückmeldung, zu wenig Flexibilität – und am Ende tote Hose in der Innenstadt?

von Ralf Keinath