Auch in dieser Woche müssen sich Bahnfahrende in der Region Koblenz auf massive Behinderungen einstellen. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, dauern die umfangreichen Bauarbeiten auf der linken Rheinstrecke noch bis Freitag, 10. Juli, an. Die Strecke wird aktuell fit gemacht, um ab 10. Juli als Ausweichroute für die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke zu dienen (Merkurist berichtete).
Um die Strecke für den zusätzlichen Verkehr vorzubereiten, finden derzeit an mehreren Stellen rund um Koblenz Arbeiten statt. So werden zwischen Koblenz-Lützel und dem Hauptbahnhof Gleise erneuert. Südlich der Stadt wird zudem im Bereich des Kammereck-Tunnels bei Oberwesel gearbeitet. Nach Abschluss der Instandhaltung sollen die Anlagen stabiler und weniger störanfällig sein.
Arbeiten am Kammereck-Tunnel enden heute
Die Bauarbeiten am Kammereck-Tunnel führen noch am heutigen Dienstag zu erheblichen Einschränkungen. So wird die Linie RE 2 zwischen Koblenz Hauptbahnhof und Oberwesel durch Busse ersetzt. Die Linie RE 17 entfällt auf dem Abschnitt zwischen Koblenz und Bingen komplett und die RB 26 ist zwischen Boppard und Oberwesel unterbrochen. Auch hier fahren Busse. Diese Einschränkungen sollen laut Bahn mit dem Ende des Tages aufgehoben werden.
Weitere Umleitungen bis Freitag
Unabhängig davon kommt es wegen der Gleiserneuerung in Koblenz weiterhin zu Umleitungen, vor allem nachts sowie am morgigen Mittwoch auch ganztägig. Die Linie RE 8 wird zwischen Koblenz Hauptbahnhof und Neuwied umgeleitet, die Zwischenhalte entfallen. Die Linie RB 10 fährt von Niederlahnstein direkt nach Neuwied und lässt Koblenz komplett aus. Reisende nach Koblenz müssen in Niederlahnstein in die Züge der Linien RB 23 oder RE 25 umsteigen. Auch der Fernverkehr ist bis zum 10. Juli betroffen: Züge zwischen Koblenz und Köln werden umgeleitet, die Halte in Andernach, Remagen, Bonn und Köln Hauptbahnhof entfallen. Auf dem Abschnitt zwischen Koblenz und Mainz entfällt der Halt in Bingen.
Die Bahn bittet Anwohnende und Reisende um Verständnis für den Baulärm und die Unannehmlichkeiten. Fahrgäste sollten sich vor Reiseantritt online auf Portalen wie bahn.de über die geänderten Fahrpläne und die Abfahrtsorte des Schienenersatzverkehrs informieren.