Bahnreisende auf der rechten Rheinseite müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, wird die Strecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf in Nordrhein-Westfalen vom 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 wegen umfangreicher Bauarbeiten vollständig gesperrt.
Für die Zeit der Sperrung hat die Bahn ein umfangreiches Ersatzkonzept mit Bussen erarbeitet. Insgesamt 13 Buslinien sollen die ausfallenden Züge ersetzen. Dabei werden Haltestellen in Bahnhofsnähe und weitere gut erreichbare Punkte angefahren. Laut Bahn soll die Taktung enger sein als bei den Zügen, was zu mehr Fahrtmöglichkeiten führe.
Expressbusse sollen für schnelle Verbindungen zwischen Wiesbaden, Rüdesheim und Koblenz sorgen. Eine weitere Expresslinie verkehrt zwischen Koblenz, Bad Honnef, Bonn-Ramersdorf und Troisdorf. Auch für den Schülerverkehr sind zusätzliche Fahrten geplant. Alle Ersatzverbindungen sind in den Online-Auskünften wie bahn.de oder dem DB Navigator abrufbar. Die eingesetzten Busse sind barrierefrei und verfügen über WLAN.
Umstieg auf Bus und Fähre
Als zusätzliche Alternative wird auch eine Rheinfähre in den Ersatzverkehr eingebunden. Wie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV) erklärt, pendelt die Personenfähre „Nixe“ zwischen Erpel auf der rechten und Remagen auf der linken Rheinseite. So können Reisende die Züge auf der linksrheinischen Strecke erreichen.
Die Fähre verkehrt von Montag bis Freitag morgens um 7:00 Uhr und 7:30 Uhr ab Erpel sowie um 7:15 Uhr und 7:45 Uhr ab Remagen. Nachmittags wird zwischen 13:30 Uhr und 18:00 Uhr ein Halbstundentakt angeboten. Am Wochenende und an Feiertagen fährt die „Nixe“ ebenfalls halbstündlich, beginnend ab 12:30 Uhr in Erpel. Udo Scholl, Geschäftsführer der Rheinfähre Linz-Kripp GmbH, erklärt zur Gültigkeit der Tickets: „Die Fähren erkennen bereits heute Fahrkarten des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) und das Deutschlandticket an.“ Für die Dauer der Sperrung sollen weitere Bahntarife anerkannt werden.
Auch linksrheinisch kommt es zu Einschränkungen
Die Bauarbeiten haben auch Auswirkungen auf die linke Rheinseite. Der Güterverkehr wird größtenteils auf diese Strecke umgeleitet, was zu Einschränkungen im Personennahverkehr führt. So fährt die RB 26 zwischen Bingen und Mainz von Montag bis Freitag nur noch stündlich statt halbstündlich. Ergänzt wird das Angebot alle zwei Stunden durch einen RE 2, der aber nicht an allen Stationen hält. Teilausfälle gibt es laut Bahn auch bei den Linien RB 32, RB 23, RB 33, RE 15, RB 30 und RB 48.