Die Stadt Koblenz will die Zukunft der Seilbahn langfristig sichern. Nach jahrelangen Diskussionen soll das bisher befristete Baurecht aufgehoben werden. Der Stadtrat beriet dazu über einen Beschlussentwurf, der die planungsrechtlichen Grundlagen für den dauerhaften Betrieb schaffen soll.
Bebauungsplan soll geändert werden
Konkret geht es um die Änderung des Bebauungsplans Nr. 120 „Seilbahnanlage Bundesgartenschau 2011“. Das bestehende „Baurecht auf Zeit“, das ursprünglich nur für den Zeitraum nach der Bundesgartenschau 2011 galt, soll in ein dauerhaftes Nutzungsrecht überführt werden. Damit würde die Seilbahn, die heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Koblenz zählt, erstmals eine rechtlich gesicherte Zukunft erhalten. Zudem sollen die Voraussetzungen für den Umbau der Tal- und Bergstation geschaffen werden, um die Anlage technisch und optisch zu modernisieren.
UNESCO gibt endgültig grünes Licht
Bereits im Sommer hatte das Welterbekomitee der UNESCO entschieden, dass der dauerhafte Betrieb der Seilbahn keine Gefährdung für den Status des Oberen Mittelrheintals als Welterbe darstellt. In einem Beschluss vom 10. Juli 2025 heißt es, die Seilbahn beeinträchtige nicht den „außergewöhnlichen universellen Wert“ der Welterbestätte. Damit ist der Weg für eine langfristige Nutzung frei (wir berichteten).
Betreiber übernimmt Planungskosten
Die Stadtverwaltung wurde nun beauftragt, einen städtebaulichen Vertrag mit der Betreibergesellschaft vorzubereiten. Diese hat sich bereit erklärt, die Planungskosten vollständig zu übernehmen. Damit soll die Finanzierung der Umwandlung und möglicher Umbauarbeiten abgesichert werden. Wann die Arbeiten an Tal- und Bergstation beginnen könnten, ist derzeit noch offen. Zunächst müsse das Planverfahren abgeschlossen und der Vertrag finalisiert werden.
Bedeutung für Stadtentwicklung und Tourismus
Die Seilbahn gilt als touristisches Aushängeschild von Koblenz. Sie verbindet das Deutsche Eck mit der Festung Ehrenbreitstein und hat seit ihrer Eröffnung über zehn Millionen Fahrgäste befördert. Ursprünglich wurde sie für die Bundesgartenschau 2011 errichtet und war zunächst als temporäre Anlage vorgesehen. Durch die geplante Dauerlösung könnte Koblenz eines seiner bekanntesten Wahrzeichen langfristig erhalten und gleichzeitig ein Zeichen für moderne Mobilität und nachhaltige Stadtentwicklung setzen.