Ein sexueller Übergriff auf eine elfjährige Schülerin an einer Koblenzer Schule sorgt für große Betroffenheit. Als Reaktion darauf fordert die CDU-Stadtratsfraktion nun konkrete Maßnahmen, um die Sicherheit für Kinder und Jugendliche in der Stadt zu erhöhen. Das teilt die Fraktion in einer Pressemitteilung mit. In dem Fall sitzt ein 20-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft (wir berichteten).
Mehr Befugnisse für die Stadt
Die CDU hat einen Antrag gestellt, der die Stadtverwaltung auffordert, umgehend mit der neuen Landesregierung in Kontakt zu treten. Ziel sei es, dass Kommunen künftig selbst über die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen und in Schulen entscheiden dürfen. Dafür müssten die entsprechenden Landesgesetze angepasst werden.
Zusätzlich soll die Verwaltung die Sicherheitskonzepte aller Schulen in Koblenz überprüfen. Die Fraktion drängt darauf, diese auf einen einheitlich hohen Standard zu bringen, um Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu schützen. Tim Michels, Sprecher für Sicherheit und Ordnung, betont die Dringlichkeit: „Der aktuelle Vorfall hat uns auf abscheuliche Art vorgeführt, dass wir zum Wohle unserer Kinder und aller Menschen in dieser Stadt alles unternehmen müssen, um die Sicherheit auf ein höchstmögliches Maß zu heben.“
Klares Signal aus dem Stadtrat
Neben dem konkreten Antrag plant die CDU-Fraktion eine Resolution im Stadtrat. Damit wolle man als „demokratische Kräfte“ ein klares Zeichen gegen solche Taten setzen. „Wir werden mit einer Resolution im Stadtrat dieser Brutalität und nicht entschuldbaren Vergehen als demokratische Kräfte in dieser Gesellschaft zeigen, dass es hier keinen Rabatt für diese Taten geben darf und wir in der Kommunalpolitik alles uns Mögliche tun werden, um so etwas in der Zukunft entgegenzuwirken“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Stephan Otto.
Ratsmitglied Marlon Reinhardt stellt klar, dass es bei den Forderungen um die allgemeine Sicherheit gehe und nicht darum, einen „Konflikt zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen“ zu schüren. „Es geht darum, dass sich alle Menschen in unserer Stadt einfach sicher fühlen“, so Reinhardt.