Streit um Feuerwerk: Koblenzer Grüne setzen Petition fort

Die Stadt Koblenz hat entschieden: Das Feuerwerk bei „Rhein in Flammen“ findet statt. Die Grünen respektieren das, ihre Petition für eine Debatte über die Zukunft des Feuerwerks läuft aber weiter. Kritik gab es von CDU und Freien Wählern.

Streit um Feuerwerk: Koblenzer Grüne setzen Petition fort

Die Grünen in Koblenz respektieren die Entscheidung der Stadt, das Feuerwerk bei „Rhein in Flammen“ stattfinden zu lassen (Merkurist berichtete). Gleichzeitig kündigen sie an, ihre Petition zu dem Thema fortzuführen. Das teilt der Kreisverband der Grünen mit.

„Wir respektieren selbstverständlich die Entscheidung der Stadt. Uns eint der Wunsch nach einem schönen Sommerfest in Koblenz“, erklärt der Kreisvorsitzende Christopher Bündgen. Mit der Petition habe man die Frage stellen wollen, ob ein großes Feuerwerk angesichts des Klimawandels und der diesjährigen Dürre noch zeitgemäß sei. Die große Resonanz zeige, dass diese Frage viele Menschen bewege. Stand Dienstagvormittag hat die Petition über 3.000 Unterschriften gesammelt.

Langfristiger Diskurs als Ziel

Die Initiative richte sich nicht gegen „Rhein in Flammen“ als Veranstaltung, betonen die Grünen. Vielmehr sei es das Ziel, denjenigen eine Stimme zu geben, die sich eine Diskussion über die Zukunft des Feuerwerks wünschen. „Deshalb war es wichtig, diesen Stimmen eine Plattform zu geben und die Debatte anzustoßen“, sagt die Kreisvorsitzende Janina Luipers.

Die Petition laufe daher weiter, um den langfristigen Diskurs mitzugestalten. Die Frage, wie sich die Veranstaltung an veränderte klimatische Bedingungen anpassen könne, werde auch in den kommenden Jahren diskutiert werden. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Hitze- und Dürresommer immer häufiger werden“, so Bündgen. Man müsse darüber sprechen, wie Traditionen weiterentwickelt werden könnten, damit sie auch in Zeiten des Klimawandels eine Zukunft hätten.

Vergangenen Dienstag wurde aufgrund der extremen Trockenheit bereits der traditionelle Schiffskonvoi abgesagt (Merkurist berichtete).

„Purer Populismus“

Die Koblenzer CDU und die Freien Wähler hatten die Petition der Grünen im Vorfeld kritisiert. Der CDU-Fraktionschef Stephan Otto bezeichnete den Aufruf gegenüber der Rhein-Zeitung als „puren Populismus“. Ob das Feuerwerk am 8. August verantwortbar sei, würden „allein die zuständigen Fachbehörden entscheiden“.

Auch die Freien Wähler sprachen sich für die Fortsetzung der Tradition aus. Der FW-Fraktionsvorsitzende Stephan Wefelscheid und sein Stellvertreter Christian Altmaier teilten mit, dass Veranstalter und Feuerwehr dem Ereignis gelassen entgegensähen. Zudem hätten sich bei einer Besucherumfrage über 90 Prozent der Teilnehmer für das Feuerwerk ausgesprochen.