Das große Höhenfeuerwerk zum Fest „Rhein in Flammen“ in Koblenz am kommenden Samstagabend kann stattfinden. Das haben die zuständigen Behörden nach intensiven Beratungen am Dienstagvormittag entschieden. Aufgrund der trockenen Wetterlage war die Durchführung des Spektakels über der Festung Ehrenbreitstein zuvor unsicher gewesen.
Das Feuerwerk bildet zusammen mit einer vorausgehenden, rund zwölfminütigen Drohnenshow den Höhepunkt des dreitägigen Fests. „Das Höhenfeuerwerk (...) ist der zentrale Höhepunkt einer jeden Rhein in Flammen-Auflage und gehört für viele der über 100.000 Besucherinnen und Besucher dazu“, sagt Oberbürgermeister David Langner. Man habe die Entscheidung intensiv beraten. „Die Sicherheit für alle Beteiligten hat selbstverständlich höchste Priorität und ist in den Augen der beteiligten Behörden am Samstag gewährleistet.“
Umfangreiche Vorkehrungen der Feuerwehr
Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird die Feuerwehr Koblenz mit umfangreichen Vorkehrungen im Einsatz sein. Die Einsatzkräfte stehen an der Festung Ehrenbreitstein bereit, um bei Bedarf sofort eingreifen zu können. „Sollte es beispielsweise zu Glutnestern kommen aufgrund des Feuerwerks, dann werden diese umgehend abgelöscht“, erklärt Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz.
Für einen möglichen Löscheinsatz greift die Feuerwehr auf die gefüllte Wasserzisterne der Festung zurück. „Das hierfür notwendige Löschwasser würde im Einsatzfall nicht aus dem Rhein entnommen werden“, sagt Kranz weiter.
Geringeres Brandrisiko als im Wald
In die Risikobewertung floss auch die Lage des Veranstaltungsgeländes ein. Anders als bei dem kürzlich abgesagten Feuerwerk des Festivals „Nature One“ im Hunsrück befinde sich die Festung Ehrenbreitstein nicht in einem Waldgebiet, was die Brandgefahr verringere. Zudem wurde in den vergangenen Jahren der Hang unterhalb der Festung von Bewuchs befreit, was das Brandrisiko zusätzlich senkt.
Petition gegen Feuerwerk gestartet
Der Entscheidung der Stadt waren jedoch kritische Stimmen vorausgegangen. Die Grünen in Koblenz hatten am vergangenen Samstag eine Petition gestartet und gefordert, das Feuerwerk abzusagen. Grund seien Sicherheitsbedenken wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Brandgefahr. Unter diesen Bedingungen sei ein großes Höhenfeuerwerk „nicht verantwortbar“, so die Partei. Als moderne und sichere Alternative nannten sie die geplanten Drohnenshows. Die Trockenheit hatte zuvor bereits zur Absage des traditionellen Schiffskonvois geführt.