Clubsterben: Nächster Koblenzer Nachtclub schließt

Die Koblenzer Clubszene wird um einen weiteren Standort ärmer. Bereits diesen Samstag findet im Nova Club der letzte Abend statt.

Clubsterben: Nächster Koblenzer Nachtclub schließt

In Koblenz hat sich die Clubszene in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Nachdem innerhalb eines Jahres bereits zwei etablierte Clubs, die Nachtarena und das Studio 56, ihren Betrieb eingestellt haben, folgt nun der nächste Standort. An diesem Samstag (19. September) findet im Nova in der Friedrich-Mohr-Straße nahe der B9 der letzte Abend statt.

Der Club öffnete im April 2025 in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Werk56“ und setzte dort auf ein industrielles Design, kombiniert mit moderner LED- und Soundtechnik. Musikalisch bot das Nova eine Mischung aus Hip-Hop, House und Electro. Auch regelmäßige Karaoke-Abende gehörten zum Programm.

Neueröffnung in Planung?

Bekannt wurde der Club unter anderem für seine russischen Themenabende. Aus diesem Anlass wird das Konzept an diesem Samstag ein letztes Mal beim „Russian Sensation Festival“ aufgegriffen. Laut Angaben der Veranstalter handelt es sich bei der Reihe um das „größte russische Indoor Festival Europas“. Das Format tourt durch mehr als 25 Städte in fünf Ländern und war bereits mehrmals im Nova zu Gast.

Auf Anfrage von Merkurist blieben die Gründe für die Schließung unbeantwortet. Der Club teilte jedoch mit, es handle sich um „die Schließung eines Clubs und die Neueröffnung einer Event Location“. Ob die Betreiber an gleicher Stelle ein neues Konzept planen, bleibt damit vorerst offen.

Das Ende des Nova steht dabei nicht für sich allein. Die Koblenzer Nacht- und Partyszene hat in den vergangenen Monaten mehrere bekannte Adressen verloren. Auf die Schließung der Nachtarena und des Studio 56 folgte im vergangenen Monat die queere Bar Kurioos, die aufgrund akuten Personalmangels ihren Betrieb einstellen musste. Andere Betreiber nannten in der Vergangenheit als Gründe für Schließungen oft eine Kombination aus steigenden Kosten, strengeren behördlichen Auflagen und rückläufigen Besucherzahlen.