Der Rhenser Mineralbrunnen hat Insolvenz angemeldet. Das berichtete als Erstes die Rhein-Zeitung und der SWR Koblenz. Von der Insolvenz sind rund 140 Beschäftigte betroffen.
Gehälter für drei Monate gesichert
Wie der vorläufige Insolvenzverwalter mitteilt, liefen der Betrieb und die Abfüllanlagen vorerst uneingeschränkt weiter. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden seien demnach über das Insolvenzgeld für die Monate März, April und Mai gesichert.
Als Gründe für die finanzielle Schieflage würden die gestiegenen Transportkosten sowie eine allgemeine Zurückhaltung der Konsumenten genannt.
Ziel des Insolvenzverfahrens sei es, das Unternehmen zu stabilisieren und langfristig zu erhalten. Die Auslieferung der Getränke an die Kunden sei sichergestellt. Das Traditionsunternehmen füllt bereits seit dem Jahr 1862 in Rhens Mineralwasser, aber auch Apfelschorle und andere Erfrischungsgetränke ab.
Interimsgeschäftsführer gefunden
Ende Februar stellte der Mineralbrunnen Holger Sieck als Interims-Geschäftsführer vor. Im Februar verstarb Geschäftsführer Christian Berentzen im Alter von 60 Jahren völlig unerwartet (Merkurist berichtete). Rund drei Jahre zuvor verstarb sein Bruder Friedrich Berentzen ebenso unerwartet. Gemeinsam hatten die beiden das Unternehmen im Jahr 2017 aus der ersten Insolvenz geführt und es strategisch neu ausgerichtet.
Ende Februar hatte Rhenser den erfahrenen Manager Holger Sieck aus Mainz als Übergangslösung für die Unternehmensspitze präsentiert (Merkurist berichtete).