Nach dem plötzlichen Tod von Geschäftsführer Christian Berentzen hat der Rhenser Mineralbrunnen eine Übergangslösung für die Unternehmensspitze gefunden. Wie das Unternehmen mitteilte, übernimmt Holger Sieck aus Mainz bis auf Weiteres die Geschäftsführung.
Die formelle Bestellung soll in der kommenden Woche durch einen Gesellschafterbeschluss erfolgen. Sieck ist für das Unternehmen mit seinen rund 140 Mitarbeitenden kein Unbekannter. Bereits vor neun Jahren, zwischen November 2016 und Oktober 2017, hatte er den Mineralbrunnen in Rhens interimistisch geführt. Damals befand sich das Unternehmen in einer Restrukturierungsphase. Laut Mitteilung trug er maßgeblich zur Stabilisierung bei und schuf die Grundlage für die spätere Entwicklung unter der Führung der Brüder Berentzen.
Stabilität hat oberste Priorität
Bis zur offiziellen Amtseinführung führen die beiden Prokuristen Sabrina Wilking und Christian Kolb das Unternehmen in Abstimmung mit den Gesellschaftern weiter. Holger Sieck ist bereits vor Ort, um sich mit Gesellschaftern, Prokuristen und Führungskräften abzustimmen und einen nahtlosen Übergang zu sichern. „Für uns hat es oberste Priorität, Stabilität und Handlungsfähigkeit zu gewährleisten – gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wie gegenüber Handelspartnern und Lieferanten“, betont Prokurist Christian Kolb. „Mit Holger Sieck gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit, die unser Unternehmen kennt und in dieser sensiblen Phase für Kontinuität steht.“
Parallel zur Interimslösung läuft bereits ein Auswahlprozess für die langfristige Nachfolge. Ziel sei es, die strategische Entwicklung des Unternehmens fortzuführen und die Zukunftsfähigkeit zu stärken. Die Belegschaft wurde am Dienstag im Rahmen einer Betriebsversammlung über die Entwicklungen informiert. Der bisherige Geschäftsführer Christian Berentzen war Mitte Februar überraschend im Alter von 60 Jahren gestorben.