In der Debatte um die Zukunft des Freizeitbades Tauris gibt es einen entscheidenden Durchbruch. Der Stadtrat von Mülheim-Kärlich hat am Donnerstag nach einer langen und intensiven Diskussion den Weg für eine Übertragung des Geländes an die Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm freigemacht. Wie die CDU-Fraktion mitteilt, fiel der Beschluss einstimmig bei Enthaltung des Stadtbürgermeisters.
Geplant ist eine öffentlich nutzbare Lösung, die ganzjähriges Schwimmen für Schulen, Vereine und die Bevölkerung ermöglicht. Das Konzept, das der Bürgermeister der Verbandsgemeinde im Stadtrat vorstellte, sieht vor, das Schwimmangebot in ein Gesamtkonzept mit weiteren Sport- und Freizeitangeboten einzubinden. Auch das bestehende Tauris-Gebäude soll darin einen Platz finden (Merkurist berichtete).
Fraktionsübergreifender Kompromiss
Die CDU und die SPD hatten sich gemeinsam für diesen Weg starkgemacht. Ein entscheidender Faktor für die breite Zustimmung war laut CDU die „überzeugende Rede des VG-Bürgermeisters“, der eine klare Perspektive für den Standort aufgezeigt habe.
Auch die FWG-Fraktion trug den Beschluss mit, nachdem ein Kompromiss gefunden wurde. Wie die SPD berichtet, soll die Verbandsgemeinde prüfen, wie mögliche Steuerpflichten für die Stadt nach der Herausgabe des Bades reduziert werden können. Die Übertragung selbst werde davon aber nicht abhängig gemacht. Dass der Beschluss von allen Fraktionen getragen wurde, sei ein „starkes Signal“, so die CDU.
Ball liegt nun bei der Verbandsgemeinde
Besonders wichtig sei den Befürwortern, eine Möglichkeit für das Schulschwimmen zu erhalten. „Uns ist besonders wichtig, dass Kinder vor Ort schwimmen lernen können und der Standort wieder für die Menschen nutzbar wird“, betont die CDU Mülheim-Kärlich.
Mit dem Beschluss der Stadt liegt der Ball nun bei der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Deren Gremien müssen nun die weiteren Voraussetzungen schaffen und die Umsetzung des vorgestellten Konzepts voranbringen.