Am 8. März ist Internationaler Weltfrauentag. Wir stellen euch drei Frauen vor, die in Worms geboren wurden und es von dort aus weit gebracht haben. Ob Tanz, Malerei oder Leichtathletik, diese drei gebürtigen Wormserinnen sind in ihren Branchen besonders erfolgreich.
Hanya Holm (1893-1992)
Hanya Holm kam im März 1893 in Worms zur Welt. Ihre Choreografien prägten die Musical-Welt. Ab 1914 studierte sie Klavier in Frankfurt am Main und besuchte dann die Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus in Hellerau. 1921 schloss sie sich der Choreografin Mary Wigman an. Schließlich ging sie nach New York. Dort gründete sie ihr Hanya-Holm-Studio, das zu einem der führenden Institute für Modern Dance in den USA wurde. Mit ihrer Tanzgruppe schuf sie zeit- und gesellschaftskritische Choreographien.
Ab den 1940er-Jahren wandte sie sich dem Musical zu und entwickelte zum Beispiel Choreografien zu Kiss me, Kate (1948), My Darlin’ Aida (1952), My Fair Lady (1956), Where’s Charley (1957) und Camelot (1960). 1961 wurde sie Leiterin der Tanzabteilung der New Yorker Musical Theatre Academy. Sie unterrichtete auch an der renommierten Juilliard School in New York.
Marie-Luise Heller (1918-2009)
Marie-Luise Heller war eine deutsche bildende Künstlerin. Ihre Werke sind auf dem Gebiet der abstrakten Malerei zu Hause. Sie wuchs in Worms auf, bis sie in die Schweiz aufbrach, um ein Internat zu besuchen. Dort entdeckte sie ihre Begeisterung für Kunst. Sie arbeitete bis zum Tod ihres Onkels zuerst in dessen Atelier und anschließend in den Studios anderer Künstler. Sie lernte unter anderem in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München das Malen und stellte regelmäßig ihre Werke aus.
Auf einer Parisreise 1939 traf Marie-Luise Heller in einer Galerie Pablo Picasso, der sie in sein Atelier einlud. In den 1950er-Jahren begegneten sie sich wieder, woraufhin sie seine Arbeit begleitete. Schließlich wurde Hellers Schaffen immer eigenständiger. Sie begann, abstrakte Ölgemälde zu malen. Ende der 1960er-Jahre begann sie, Werke aus neuen Materialien wie Plexiglas zu kreieren, was sie die nächsten Jahre weiterverfolgte. Ihre Werke konnten in den 1970er-Jahren unter anderem in Mainz und Wiesbaden bewundert werden.
Alica Schmidt (*1998)
Alica Schmidt ist nicht nur Leichtathletin, sondern auch Model und Influencerin. Sie nahm an den Olympischen Spielen 2024 teil und modelt für Modemarken wie Hugo Boss. Seit ihrer Kindheit betreibt Alica Schmidt Leichtathletik. 2015 schaffte sie es bereits auf die U18-Bestenliste. Bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften 2017 sicherte sie sich ihre erste Medaille auf nationaler Ebene.
Nach zahlreichen Erfolgen bei Deutschen sowie Europameisterschaften qualifizierte Schmidt sich schließlich für die Olympischen Sommerspiele in Paris. Auch wenn ihr Fokus auf dem Sport blieb, ist Alica Schmidt seit 2017 auch als Influencerin erfolgreich. Nachdem ihre Urlaubsbilder Aufsehen erregten, ist sie bei Puma und Boss unter Vertrag. Zurzeit hat sie sechs Millionen Follower auf Instagram.