Worms könnte mehr Tempo-30-Zonen bekommen

Straßenverkehrsordnung gibt Stadt mehr Spielraum

Worms könnte mehr Tempo-30-Zonen bekommen

Tempo 30 in Worms – das wünschen sich viele Ortsbeiräte schon lange. Bislang lehnte die Straßenverkehrsbehörde das immer wieder ab. Doch dank einer Änderung der Straßenverkehrsordnung könnte sich das nun ändern, wie die Wormser Zeitung berichtet.

Einen entsprechenden Antrag hatten die Grünen zur jüngsten Sitzung des Stadtrats gestellt: Die Verwaltung solle prüfen, in welchen Bereichen der Stadt eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 Stundenkilometer nun möglich ist. Denn die neue Straßenverkehrsordnung gebe den Kommunen mehr Handlungsspielraum, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Lärm und Schadstoffe zu reduzieren und allgemein die Lebensqualität zu steigern.

Ergebnisse im November

Bürgermeisterin Stephanie Lohr (CDU) erklärte daraufhin, dass die Prüfung bereits laufe. Man kenne den vielfachen Wunsch nach mehr Geschwindigkeitsreduzierungen und untersuche bereits, wo noch Möglichkeiten seien. Im November will die Verwaltung die Ergebnisse bei einer Veranstaltung vorstellen, zu der Ortsbeiräte und Stadtrat eingeladen werden.

Neu ist, dass Kommunen im Straßenverkehr nun auch Klima- und Umweltschutz, die Gesundheit und die städtebauliche Entwicklung berücksichtigen können. Konkret heißt das: Mehr Tempo 30 ist jetzt zum Beispiel möglich zwischen zwei Tempo-30-Strecken, vor Zebrastreifen, Spielplätzen oder auf Schulwegen. Und zwar auch auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.Der Antrag der Grünen wurde einmütig angenommen, lediglich die AfD und die Fraktion „Zukunft für Worms“ enthielten sich.