Die Ultra-Gruppe „Supporters Worms 1997“ hat in einem Flyer angekündigt, in den Ruhestand zu treten. Fans hatten den Flyer in sozialen Medien gepostet.
„Seit 28 Jahren stehen wir als Gruppe für unseren Verein, unsere Stadt, unsere Werte und unsere Leidenschaft“, heißt es in dem Flyer der Supporters. All die Jahre habe man dem Verein treu zur Seite gestanden und blicke mit Stolz darauf, was die Supporters für die Fanszene in Worms auf die Beine gestellt haben – unter anderem mit beeindruckenden Choreos und großen Spendensummen für gemeinnützige Zwecke.
Zwei Hauptgründe für die Entscheidung
Doch nicht alles habe sich zum Positiven entwickelt. „Zum einen bleiben die überwiegend schlechten Saisons und der fehlende sportliche Erfolg unserer Wormatia der letzten Jahre in Ober- und Regionalliga nicht ohne Auswirkungen. Im dicht besiedelten Südwesten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Erst- Zweit- und Drittliga-Fußball zu erleben.“ Der Verein kämpfe mit sinkender Relevanz und konstant rückläufiger Zuschauerzahlen. Auch der Supporters-Gruppe fehle es seit Jahren an Nachwuchs. „Die Mitglieder unserer Gruppe werden älter und es fällt immer schwerer, die notwendige Zeit aufzubringen, um unseren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.“
Außerdem erlebe die Ultra-Kultur seit Jahren einen deutlichen Wandel. „Selbstdarstellung und Selbstinszenierung stehen häufig an erster Stelle. „Der eigene Auftritt spielt vielerorts eine größere Rolle als das Geschehen auf dem Platz und der eigene Verein. Immer wieder bestimmen Aktionen den Spieltag, die weder Ehre noch Respekt verdienen.“
„Werden unsere Gruppenaktivitäten einstellen“
Vor allem diese beiden Hauptpunkte hätten zu der „äußerst schmerzhaften, aber dennoch konsequenten Entscheidung“ geführt: „Nach dem heutigen Spieltag werden wir unsere Gruppenaktivitäten einstellen und als Gruppe in den Ruhestand treten.“
Um eine Auflösung der Ultragruppe handelt es sich offenbar nicht. „Natürlich tragen die Mitglieder unserer Gruppe weiterhin den Drachen auf der Brust, sind auf der Vortribüne anzutreffen und werden sich im Umfeld unserer Wormatia bestmöglich engagieren.“