Eine Frau soll in Worms einem Busfahrer während der Fahrt ins Lenkrad gegriffen haben. Doch vor Gericht sind nun Zweifel aufgetaucht, ob tatsächlich die Angeklagte die Täterin war. Der Prozess wird nun fortgesetzt, wie der SWR berichtet.
Laut Anklage soll sich die Frau im November 2023 in einem Linienbus in Worms über den Busfahrer geärgert haben, weil dieser nicht angehalten hatte, um sie aussteigen zu lassen. Daraufhin habe sie ihm ins Lenkrad gegriffen und es nach rechts gerissen, um den Fahrer zum Anhalten zu zwingen. Durch das Bremsmanöver sei eine Passagierin gestürzt und habe sich an der Halswirbelsäule verletzt.
Plötzlich Schwägerin unter Verdacht
Doch bei der Verhandlung am Mittwoch konnte die Angeklagte von den Zeugen dem Medium zufolge nicht zweifelsfrei als Täterin identifiziert werden. Stattdessen stehe nun der Verdacht im Raum, dass die Schwägerin der Frau für den Vorfall verantwortlich sein könnte.
Die Polizei hatte die Angeklagte über die Telefonnummer ermittelt, mit der die Täterin noch aus dem Bus die Polizei verständigt hatte. Vor Gericht erklärte die Angeklagte jedoch, ihre Schwägerin würde ihre Nummer benutzen. Diese sei auch im Bus auffällig geworden.
Das Gericht hat die Verhandlung nun auf Ende Februar vertagt. Dann soll geklärt werden, wer dem Busfahrer tatsächlich ins Lenkrad gegriffen hat. Der Strafrahmen für vorsätzliche Körperverletzung reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft.