Bei einer behördenübergreifenden Großkontrolle auf der Autobahn 67 bei Lampertheim haben Einsatzkräfte am Dienstag (4. November) zahlreiche Verstöße aufgedeckt. Das meldet das Polizeipräsidium Südhessen.
Die Aktion fand zwischen 10 und 18 Uhr auf dem Parkplatz Wildbahn statt. Über 110 Einsatzkräfte von Polizei, Zoll, Technischem Hilfswerk und der Ausländerbehörde überprüften mehr als 200 Fahrzeuge und rund 400 Personen. Der Schwerpunkt der Kontrolle lag auf der Bekämpfung von Einbruchs- und Eigentumsdelikten.
Insgesamt leiteten die Beamten 30 Ermittlungsverfahren und 28 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Dabei stießen sie unter anderem auf Drogenverstöße, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Von Fälschungen bis zu Lenkzeitverstößen
Gegen 12:30 Uhr kontrollierten die Beamten einen grauen Audi mit drei Männern im Alter von 22 bis 38 Jahren. Im Auto fanden sie mehrere Packungen mit gefälschten Kopfhörern, die sichergestellt wurden. Gegen den 22-Jährigen lag zudem eine Aufenthaltsermittlung vor.
Eine halbe Stunde später zogen die Einsatzkräfte einen 24-jährigen Autofahrer aus dem Verkehr. Er steht im Verdacht, seinen Fahrzeugschein gefälscht zu haben. Außerdem war sein Auto nicht mehr versichert. Die Polizei legte das Fahrzeug still und untersagte die Weiterfahrt. Auch die Fahrer zweier ausländischer Großraum- und Schwertransporter durften nicht weiterfahren. Die Fahrzeuge waren zu lang und einer der Fahrer hatte die Lenkzeiten massiv überschritten und eine fremde Fahrerkarte benutzt. Beide mussten eine Sicherheitsleistung zahlen.
Polizei will Kriminellen das Leben schwer machen
Mit solchen Kontrollen will die Polizei überregional reisenden Tätern das Leben schwer machen. Diese nutzen laut den Beamten die gute Infrastruktur im Rhein-Main-Neckar-Raum, um schnell zu Tatorten und wieder weg zu gelangen.
Gerade in der „Dunklen Jahreszeit“ initiiert die Polizei verschiedene Maßnahmen, um die Region für Kriminelle unattraktiv zu machen. Ähnliche behördenübergreifende Kontrollen auf Autobahnen haben sich bereits in der Vergangenheit im Kampf gegen Wohnungseinbrüche bewährt.