Sparmaßnahme: Wormser Brunnen müssen trocken bleiben

Die Stadt Worms muss sparen: Wegen der vorläufigen Haushaltsführung bleiben die städtischen Brunnen vorerst abgeschaltet. Nur zwei Trinkwasserbrunnen gehen in Betrieb.

Sparmaßnahme: Wormser Brunnen müssen trocken bleiben

Eigentlich hätten in diesen Tagen die Wormser Brunnen wieder angeschaltet werden sollen. Dazu wird es jedoch vorerst nicht kommen. Grund ist laut Stadtverwaltung, dass der bisherige Haushaltsplan für das Jahr nicht genehmigt wurde – und sich die Stadt deshalb in einer sogenannten vorläufigen Haushaltsführung befindet.

Das bedeutet, dass die Stadt vorübergehend nur für Maßnahmen zahlen darf, zu denen sie rechtlich verpflichtet ist oder die absolut notwendig sind. Für „freiwillige Leistungen“ darf die Stadt laut Gemeindeordnung nicht zahlen. Dazu gehören offenbar auch die Brunnen.

Mittlerer fünfstelliger Betrag fehlt

„Schweren Herzens musste ich mich entschließen, im Moment keine Genehmigung für den Betrieb unserer Brunnen zu erteilen – die vorläufige Haushaltsführung zwingt mich dazu“, erklärt Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU). Für den Betrieb der Brunnen würde ein mittlerer fünfstelliger Betrag anfallen. Er hoffe jedoch, dass die Stadt die „Inbetriebnahme bald nachholen“ könne.

Ausgenommen von der Sparmaßnahme sind die beiden Trinkwasserbrunnen in der Kämmererstraße gegenüber dem ehemaligen Kaufhof-Gebäude und in der KW am Ampelübergang zum Hauptbahnhof. Diese sollen wie geplant in Betrieb gehen.

Haushaltsplan wurde beanstandet

Der Stadtrat hatte am 17. Dezember 2024 die Haushaltssatzung 2025 beschlossen, die einen Fehlbetrag von 70,7 Millionen Euro aufwies. Wegen des hohen Defizits hat die Kommunalaufsicht den Plan inzwischen beanstandet. Die Stadt muss nun einen neuen Haushaltsplan erstellen. Mit einer Vorlage für den Stadtrat wird frühestens Ende Mai gerechnet.