Rattenplage am Wormser Hauptbahnhof

Achtlos fallengelassene Essensreste haben für eine Rattenplage auf dem Bahnhofsvorplatz in Worms gesorgt. Wie die Stadt jetzt dagegen vorgeht.

Rattenplage am Wormser Hauptbahnhof

Hohe Gitter sorgen derzeit auf dem Bahnhofvorplatz in Worms dafür, dass niemand sich auf die zehn Bänke dort setzen kann. Der Grund: Laut SWR sind hier immer mehr Ratten gesichtet worden – solange, bis die Stadt mit Gift dagegen vorgehen musste.

Maßnahmen für über einen Monat

Die Gitter sollen nun dafür sorgen, dass die Menschen die Ratten nicht stören. Allerdings diene die Maßnahme nicht der Tierliebe: Nach SWR-Informationen hat die Stadt rund um die Sitzgruppe Giftköder ausgelegt, die die Ratten nun in Ruhe fressen können sollen.

Die Menschen würden die Tiere dabei nicht nur abschrecken, sondern oft auch dafür sorgen, dass sie genug andere Nahrung hätten. Die Rattenplage rühre nämlich daher, dass zu viele Leute Essensreste achtlos von den Bänken auf den Boden fallen ließen. Diese Abfälle würden dann zur idealen Nahrungsquelle für die unerwünschten Ratten.

Damit nicht Hunde oder Katzen die Köder fressen, sind diese dem Medium zufolge in kleinen Plastikboxen platziert. Durch deren kleine Öffnungen könnten nur die Ratten kommen.

Sechs bis acht Wochen müsse die Sitzgruppe vor dem Hauptbahnhofsgebäude nun gesperrt bleiben, damit die Maßnahme Wirkung zeigen könne. Die Stadtverwaltung gab gegenüber dem SWR außerdem noch Entwarnung: Es gebe an keinem weiteren Platz in der Stadt eine Rattenplage, so ein Stadtsprecher.