Halten sich die Wiesbadener an die Corona-Regeln?

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus' müssen die Wiesbadener einige Regeln befolgen. Die Stadtpolizei kontrolliert jetzt, ob sich die Wiesbadener an die Verordnungen von Bund und Land halten. Eine Zwischenbilanz.

Halten sich die Wiesbadener an die Corona-Regeln?

Um die Ausbreitung des Coronavirus’ weiter einzudämmen, haben Bundes- und Landesregierung das Leben der Wiesbadener in den vergangenen Wochen immer weiter eingeschränkt. Anfangs durften noch Veranstaltungen mit bis zu 1500 Teilnehmern stattfinden, seit Montag dürfen sich nur noch maximal zwei Personen gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten. Clubs, Bars und Kneipen mussten als erste schließen, jetzt sind auch Restaurants und Dienstleister wie Frisöre zu. Eine neue Situation für die Wiesbadener Bürger und Unternehmer. Halten sich alle an die Vorgaben?

222 Gaststätten überprüft

Seitdem die ersten Regeln für Gaststätten, wie kürzere Öffnungszeiten, oder das Verbot von Essensverkauf im Inneren eingeführt wurden, hat die Stadtpolizei 222 Lokale überprüft. „Dabei kam es zu 21 Verstößen“, so Ralf Wagner vom Ordnungsamt auf Anfrage. Außerdem führte die Polizei insgesamt 285 Beratungsgespräche, bei denen sie die Betreiber über die rechtlichen Rahmenbedingungen aufgeklärt hat.

„Die Versammlungsobergrenze wird weitgehend eingehalten.“ - Ralf Wagner, Ordnungsamt

„Die Versammlungsobergrenze wird weitgehend eingehalten“, so Wagner. Das bestätigt auch das Polizeipräsidium Westhessen am Dienstag. Vor allem die neue Grenze von maximal zwei Personen habe laut Wagner noch einmal dazu beigetragen, dass weniger Menschen auf den Straßen unterwegs seien. Geahndet habe man Verstöße bisher noch nicht; stattdessen habe man auf Aufklärung gesetzt. Wie Bürgermeister und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) schon in der vergangenen Woche erklärte, spreche die Stadtpolizei erst seit Montag Bußgelder aus.

Bußgelder in Höhe von bis zu 300 Euro

Wer sich also ab sofort mit mehr als einer Person im öffentlichen Raum aufhält, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, muss mit einer Strafe rechnen. Wie hoch diese sein wird, kann Ralf Wagner noch nicht sagen. Der Stadt liege dazu noch kein Bußgeldkatalog vom Land vor. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte allerdings in einer Pressekonferenz Strafen in Höhe von 100 bis 300 Euro angekündigt. (ts)

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