454 Verstöße gegen Corona-Auflagen in Wiesbaden

5300 Kontrollen auf Spielplätzen, in Geschäften, Parks und andernorts

454 Verstöße gegen Corona-Auflagen in Wiesbaden

Seit 30 Tagen gelten in Wiesbaden die vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration verfügten Auflagen und Schließungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Nun zieht die Stadt eine erste Bilanz.

Demnach habe es seit Beginn der Maßnahmen 5300 Kontrollen und Beratungsgespräche durch die Stadtpolizei gegeben. Insgesamt 454 Verstöße wurden festgestellt, 248 Ordnungsverfahren wurden eingeleitet. Während zu Beginn der Kontrollen vor allem die Spielplätze negativ hervorstachen, weil sie auch weiterhin benutzt wurden, sind mittlerweile die meisten Verstöße bei den Auflagen zur Versammlungsobergrenze zu beobachten.

Wie die Stadt mitteilt, kam es bei 875 Spielplatzkontrollen zu 92 Verstößen. Dabei wurden insgesamt 648 Personen verbotenerweise auf Spielplätzen angetroffen. Gegen die Versammlungsobergrenze gab es 196 Verstöße bei 1398 Kontrollen. „Dennoch ist bisher hohe Disziplin in der Bevölkerung zu sehen“, so Bürgermeister und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU).

Unterstützt wurde die Stadtpolizei bei den Kontrollen auch von der Verkehrspolizei. Als zusätzlichen Arbeitsschwerpunkt achten die Mitarbeiter darauf, ob sich die Wiesbadener an das Kontaktverbot halten. Dabei wurden bis zum vergangenen Wochenende mehr als 1000 Personen kontrolliert und auf ihr Fehlverhalten angesprochen. Seitdem bei Verstößen auch ein Bußgeld fällig wird, wurde gegen 30 Personen ein Bußgeldverfahren eingeleitet. In allen Fällen handelte es sich um Verstöße gegen die Begrenzung der Personenanzahl.

Seit Montag kommt noch ein weiteres Kontrollgebiet dazu, denn ab dem 20. April dürfen wieder mehr Geschäfte öffnen. Voraussetzung ist eine Ladengröße von unter 800 Quadratmetern und die strikte Einhaltung verschiedener Hygieneverordnungen. Bußgelder sollen zunächst nicht ausgesprochen werden, die Beamten setzen auf Kommunikation. (mo)

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