2G-Regel in Wiesbaden schon ab September?

Zutritt nur noch für Geimpfte und Genesene? In Hamburg ist das in manchen Bereichen schon jetzt möglich. Auch in Wiesbaden könnte es bald soweit sein.

2G-Regel in Wiesbaden schon ab September?

Vorbild Hamburg? In der Hansestadt können Veranstalter und Wirte seit dem vergangenen Wochenende selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von Corona-Einschränkungen befreit sind. Alternativ können sie weiter das 3G-Modell nutzen – also auch Ungeimpfte mit negativen Schnelltests akzeptieren. Längst wird auch in Hessen diskutiert, ob das der richtige Weg ist.

„Werden mehr Wiesbadener Gastronomen und Veranstalter 2G einführen?“, fragt Leser Rainer in seinem Snip. Der Gastronom Carlos Roczek hatte laut Medienberichten bereits angekündigt, ab 13. September nur noch Geimpfte und Genesene in seinen Pub reinzulassen. Doch ist das jetzt überhaupt schon zulässig?

Gastronomen können 2G einführen

In Hessen gilt seit dem 19. August in vielen Kreisen die 3G-Regel – auch in Wiesbaden. Aber: „Darüber hinaus haben private Betreiber natürlich die Möglichkeit, den Zugang weiter zu begrenzen“, sagt eine Sprecherin der Landesregierung auf Merkurist-Anfrage. „Heißt konkret: Ein Restaurantbesitzer kann für sein eigenes Lokal festlegen, dass er beispielsweise nur Genesene und Geimpfte einlässt.“

Offiziell sieht die hessische Corona-Verordnung aber noch kein 2G-Modell vor. Gastronomen haben also noch keinen Vorteil von 2G – außer, dass sie weniger potentielle Gäste haben. Wie der Hessische Rundfunk berichtet, haben deshalb die meisten Gastronomen noch wenig Lust auf eine Umstellung. Laut einer Dehoga-Umfrage wollen rund 76 Prozent der hessischen Gastronomen 2G nicht einführen, 23 Prozent überlegen noch. Sollte Hessen ein Optionsmodell wie in Hamburg einführen, wären rund 40 Prozent bereit, 2G einzuführen. 20 Prozent würden es in Erwägung ziehen.

2G ab Mitte September?

Ab dem 16. September könnte es diese Möglichkeit geben, wenn die aktuelle Verordnung ausläuft. „Das Corona-Kabinett wird rechtzeitig vorher über mögliche Anpassungen beraten“, so die Sprecherin der Landesregierung. „Dabei haben wir die aktuellen Entwicklungen der Inzidenzen und der Krankenhausbelegung in Hessen, aber natürlich auch die Entwicklungen in anderen Bundesländern im Blick.“

Noch deutlicher hatte sich die rheinland-pfälzische Staatskanzlei auf Merkurist-Anfrage geäußert (wir berichteten). „Es ist geplant, im Zuge einer neuen Corona-Bekämpfungsverordnung Regelungen vorzusehen, die 2G-Modelle mit mehr Freiheiten ermöglichen.“ Bis spätestens zum Ende der nächsten Woche sei mit einer neuen Corona-Bekämpfungsverordnung zu rechnen, die „die bereits beschriebenen Regelungen enthalten wird“. In Rheinland-Pfalz wäre es dann schon ab dem 11. September so weit.

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