Große Aufregung um Bohlen-Aussagen in Wiesbaden

Ein Interview mit Dieter Bohlen im Wiesbadener RMCC sorgt derzeit für Schlagzeilen. Sogar Wladimir Klitschko schaltet sich ein.

Große Aufregung um Bohlen-Aussagen in Wiesbaden

Eigentlich ist es schon eineinhalb Monate her, dass Dieter Bohlen beim Founder Summit im Wiesbadener RMCC zu Gast war. Doch seine Aussagen sorgen erst jetzt für große Aufregung. Der Grund: Interview-Schnipsel wurden vor einigen Tagen in den sozialen Netzwerken geteilt.

Darin kritisiert Bohlen unter anderem die Sanktionen gegen Russland. „Ich bin eben der Meinung – ihr könnt mich ruhig ausbuhen – aber, wenn die diese Sanktionen zum Beispiel nicht gemacht hätten und man hätte sich vernünftig an einen Tisch gesetzt, dann bräuchten die Leute jetzt nicht diesen ganzen Firlefanz machen. Jetzt müssen wir frieren, jetzt müssen wir dies und das – das ist doch alles scheiße.“ Außerdem schoss Bohlen gegen die Führungsriege der Grünen, die alle keinen Berufsabschluss hätten. „Wenn die dann von Fachkräftemangel reden, dann wird mir so ein bisschen sauer im Magen.“

Einige Twitter-User feiern den „Klartext“ von Bohlen, andere kritisieren ihn jedoch heftig. Sogar Box-Legende Wladimir Klitschko, Bruder des Bürgermeisters von Kiew, Vitali Kitschko, wandte sich in einem Brief direkt an Bohlen. „Ich höre und lese hier, dass gerade in Deutschland immer wieder die Sanktionen gegen Russland infrage gestellt werden. Wie kann das sein? Ist Dir, Dieter Bohlen, es egal, wenn bei uns Menschen sterben? Ist Dir egal, dass Putin unser Land mit Raketen zerstören will? Ist Dir egal, dass wir einen Genozid gegen alles Ukrainische erleben?“ Dafür erhielt Klitschko auf Twitter schon mehr als 10.000 Likes.

Klitschko lädt Bohlen in die Ukraine ein

Und was sagt Bohlen? Der fühlt sich offenbar missverstanden. Gegenüber der „Bild“-Zeitung teilte er in einem Statement mit: „Ich wünsche mir nichts mehr, als dass dieser Angriffskrieg endet, damit das Leiden in der Ukraine ein Ende hat und wir alle wieder in Frieden leben können. Ich bin absolut gegen Krieg. Ich möchte, dass die Lage deeskaliert. Mir deshalb eine politische Richtung zu unterstellen, ist falsch.“

Unklar ist, ob Bohlen ein Angebot von Wladimir Klitschko annimmt. Der hatte ihn bei „Bild Live“ in die Ukraine eingeladen, um sich die Situation vor Ort anzuschauen. „Wenn Dieter Bohlen in die Ukraine reist und es mit eigenen Augen sieht, wie das Land während des Krieges funktioniert, dann wird es ihm helfen, die Welt besser zu verstehen.“

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