Die Deutsche Bahn nimmt Abschied vom klassischen Intercity-Zug, auch als Intercity 1 bekannt. Wie Lok Report mit Verweis auf die Deutsche Bahn berichtet, ist aus diesem Anlass eine Abschiedstournee geplant, die mit einer großen Sternfahrt nach Wiesbaden endet.
Im Herbst 2026, nach 55 Jahren im Dienst, werden die klassischen Reisezugwagen nun aus dem Verkehr gezogen. Sie werden laut Bahn nahezu vollständig durch moderne ICE- und Intercity-Züge abgelöst. Um den Abschied zu feiern, findet am 10. Oktober eine Sternfahrt nach Wiesbaden statt. Die Fahrten sind mit regulären Fahrausweisen buchbar. Zusätzlich wird an diesem Tag eine Sonderfahrt von und nach Berlin angeboten.
Wegbereiter für den modernen Bahnverkehr
Der Intercity-Verkehr startete am 26. September 1971. Damals fuhren die in Purpurrot und Beige lackierten Züge im Zwei-Stunden-Takt und führten ausschließlich die 1. Klasse. Zusammen mit den bis zu 200 km/h schnellen Lokomotiven der Baureihe 103 wurden sie zum Symbol für modernen Schnellverkehr.
Unter dem Slogan „Jede Stunde, jede Klasse“ führte die damalige Bundesbahn 1979 den Stundentakt und die 2. Klasse ein. Die Deutsche Bahn betont, dass der Intercity die Grundlage für den schnellen, vertakteten Eisenbahnverkehr in Deutschland und Europa gelegt habe. Standards wie feste Abfahrtszeiten, ein Bordrestaurant zwischen den beiden Wagenklassen oder das Umsteigen am selben Bahnsteig wurden mit dem Intercity eingeführt, bevor der ICE kam.