Bundesinnenminister Seehofer besucht Bundeskriminalamt in Wiesbaden

Bei einem Besuch im BKA Wiesbaden informierte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer über die Herausforderungen der Behörde. Dazu gehört unter anderem der Umgang mit dem islamistischen Terror.

Bundesinnenminister Seehofer besucht Bundeskriminalamt in Wiesbaden

Horst Seehofer (CSU) hatte nicht viel Zeit. Mit Blick auf die aktuelle Migrationsdebatte kein Wunder. Trotzdem war er am Freitagnachmittag zu Besuch im Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden, um sich bei BKA-Präsident Holger Münch über aktuelle Herausforderungen der Behörde zu informieren.

Im Moment steht dort an erster Stelle der Kampf gegen den islamistischen Terror, wie Münch betonte. Im kommenden Jahr sei deshalb eine neue Abteilung beim BKA geplant, die sich ausschließlich mit der Bekämpfung des islamistischen Terrors beschäftigen soll.

900 neue Mitarbeiter sollen für die spezielle Einheit eingestellt werden, 300 seien jetzt schon beim Staatsschutz dafür zuständig, sagte Münch. Dass das BKA die neuen Stellen schafft, soll unter anderem dafür sorgen, die Länder zu entlasten, damit sie mehr Kapazitäten zum Beispiel für Gefährderüberwachung hätten.

„Ich wollte dem BKA heute mein Lob aussprechen.“ - Horst Seehofer, Bundesinnenminister

Und nicht nur in dieser Einheit stockt das BKA Stellen auf. „Im Moment kommen pro Jahr rund 300 Stellen in 80 verschiedenen Berufen hinzu“, sagte Münch. Früher seien es im Schnitt nur um die 100 gewesen. Seehofer zeigte sich sehr zufrieden mit der Behörde: „Ich wollte dem BKA heute mein Lob aussprechen“, so der Innenminister. Personal und Technologie seien auf der Höhe der Zeit. Trotzdem müsse man immer besser werden. Dafür versprach er der Behörde die volle Rückendeckung durch die Politik: „Wir stehen hinter dem BKA.“

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