Volkszählung ab Mitte Mai in Wiesbaden

Zum letzten Mal wurde 2011 gezählt, wie viele Menschen in Wiesbaden leben. Ab Mitte Mai startet eine neue Zensus-Runde. Einige Wiesbadener können also ab dem 15. Mai Besuch erwarten.

Volkszählung ab Mitte Mai in Wiesbaden

Wie viele Menschen leben in Wiesbaden? Wie wohnen und arbeiten sie? Diese Fragen sollen ab dem 15. Mai geklärt werden. Dann findet in Deutschland wieder der „Zensus“ statt – es wird gezählt, wie viele Menschen im Land leben und es werden weitere Bevölkerung- und Wohnungsdaten erhoben. Auch einige Wiesbadener bekommen ab Mitte Mai Besuch.

Ursprünglich sollte der Zensus schon 2021 stattfinden, wegen der Corona-Pandemie wurde er um ein Jahr verschoben. Wie schon beim letzten Zensus vor elf Jahren werden die Informationen in erster Linie durch Verwaltungsregister gewonnen, die Mehrheit der Bevölkerung muss also keine Auskunft geben. Doch weniger als zehn Prozent der Wiesbadener werden per repräsentativer Zufallsstichprobe ausgewählt und direkt gefragt. Sie müssen etwa Angaben zu Bildung und Berufstätigkeit machen. Hinzu kommt eine Gebäude- und Wohnungszählung, die vom Statistischen Landesamt per Post an die Wohnungseigentümer geschickt wird.

Die Wiesbadener Erhebungsstelle ist beim Amt für Statistik und Stadtforschung angesiedelt. Dort wurden seit Herbst 2021 rund 150 ehrenamtliche Interviewer („Erhebungsbeauftragte) ausgewählt und von Mitarbeitern der Erhebungsstelle geschult. Dazu gehört laut Stadt auch eine schriftliche Verpflichtung zur Geheimhaltung.

Stichtag des Zensus ist Sonntag, 15. Mai. Von diesem Tag an werden die Erhebungsbeauftragten an den ausgewählten Adressen alle Bewohner befragen. Die Interviewer setzen sich immer schriftlich mit einem Ankündigungsbrief inklusive Terminvorschlag mit den Bürgern in Verbindung. Sollte der Vorschlag nicht passen, kann der Termin nach Rücksprache mit dem Interviewer verlegt werden.

Zum vereinbarten Termin klingelt der Interviewer und weist sich aus. Zunächst werden einige wenige persönliche Merkmale abgefragt, dann erhalten die Bürger Zugangsdaten für den Online-Fragebogen, um weitere Fragen zu beantworten. Auf Wunsch erhalten sie stattdessen auch einen Papierfragebogen. Die Bürger haben eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Wie die Erhebungsstelle der Stadt Wiesbaden mitteilt, werde größter Wert auf Datenschutz gelegt. Persönliche Daten würden weder an staatliche Stellen außerhalb der Statistik noch an private Stellen weitergegeben. „Darauf können sich die Befragten verlassen.“ Entscheidend sei, dass niemand für sich Nachteile aus dem Zensus befürchten müsse. Fest stehe aber: Wer ausgewählt ist, muss antworten. Sonst droht ein Bußgeld.

Die Wiesbadener Erhebungsstelle für den Zensus 2022 steht für Rückfragen zur Verfügung unter der Rufnummer (0611) 315434 oder per E-Mail unter zensus@wiesbaden.de. Allgemeine Informationen zum Zensus gibt es unter www.zensus2022.de.

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