Studie: Freizeitangebot in Wiesbaden eines der schlechtesten in Deutschland

Besonders in punkto Schwimmbädern hinkt Wiesbaden deutlich hinterher

Studie: Freizeitangebot in Wiesbaden eines der schlechtesten in Deutschland

Eines der schlechtesten Freizeitangebote Deutschlands gibt es in Wiesbaden. Zu diesem Ergebnis kommt die große ZDF-Deutschland-Studie, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. In der Studie wurde die Attraktivität aller 401 kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands für Familien unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht.

Bewertet wurden vier Kategorien, darunter „Geld & Wohnen“ und „Freizeit & Kultur“. Besonders in zwei Freizeit-Punkten steht Wiesbaden laut der Studie eher schlecht da: bei den Freizeitangeboten wie Museen, Kinos und Co. (Rang 323) sowie der Anzahl der Schwimmbäder (Rang 365) je 10.000 Einwohner in der Familien-Altersgruppe (Minderjährige sowie Erwachsene zwischen 30 und 50 Jahren). Auch in anderen Kategorien sieht es teilweise schlecht aus: So landet Wiesbaden bei der „Verkehrssicherheit für Kinder“ auf Rang 327. Beim Anteil der Mietkosten am verfügbaren Einkommen schafft es Wiesbaden nur auf Rang 374.

In diesen Kategorien schneidet Wiesbaden gut ab

Doch es gibt auch positive Ergebnisse: Am besten schneidet Wiesbaden laut der Studie beim Thema „Breitbandverfügbarkeit“ (Rang 7) ab. Dabei wurde der Anteil der Haushalte mit Zugang zu einem Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit/s bewertet. Sowohl bei den Punkten „Kinder und Geburten“ als auch „Entfernung zur nächsten Grundschule“ liegt Wiesbaden bundesweit auf Platz 35, bei der Hausarztdichte je 100.000 Einwohner auf Rang 39. Beim „Verfügbaren Einkommen“ schafft Wiesbaden den 50. Platz im Deutschlandvergleich.

Fasst man alle Ergebnisse der einzelnen Kategorien zusammen, liegt die Stadt Wiesbaden im Deutschlandvergleich mit 111,2 von 200 möglichen Punkten auf Platz 79. Die Nachbarn aus Mainz stehen auf dem 52. Platz. Besonders deutlich ist der Unterschied zum Ergebnis des Hochtaunuskreises: Der ist laut der ZDF-Studie der für Familien attraktivste Landkreis Deutschlands und liegt auf dem 1. Platz. Der Rheingau-Taunus-Kreis schafft es immerhin auf Platz 32.

Vor allem amtliche Statistiken genutzt

Die Studie basiert laut ZDF auf objektiven Daten, die zunächst gesammelt und dann ausgewertet wurden. Konkret bedeutet das: Vor allem aussagekräftige und glaubwürdige Statistiken, in der Regel von Ämtern, wurden genutzt. Dazu gehören beispielsweise Kriminalstatistiken, Unternehmensregister der Statistischen Ämter oder Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Neben der Attraktivität für Familien wurde in einer weiteren Studie die Attraktivität der 401 Städte und Landkreise für Senioren untersucht.

Alle Ergebnisse der ZDF-Studie könnt Ihr hier abrufen. Zusätzlich sendet das ZDF zwei Dokumentationen zur Studie. Ausstrahlungstermine sind Dienstag, 3. Dezember, 20:15 Uhr, und Dienstag, 10. Dezember, ebenfalls 20:15 Uhr. (nl)

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