Suizid oder Mord? Der mysteriöse Tod des Jeremiah Duggan in Wiesbaden

Im März 2003 wird ein britischer Student auf der B455 von einem Auto tödlich erfasst. Was zunächst nach einem Suizid aussieht, könnte in Wirklichkeit ein geplanter Mord gewesen sein. Eine ZDF Doku geht dem Fall jetzt auf die Spur.

Suizid oder Mord? Der mysteriöse Tod des Jeremiah Duggan in Wiesbaden

Es ist kurz vor 6 Uhr morgens am 27. März 2003, als ein BMW-Fahrer auf der B455 bei Erbenheim plötzlich einen Mann auf der Straße sieht. Der Fahrer kann dem Mann noch ausweichen und streift ihn nur mit dem Außenspiegel. Statt in Sicherheit rennt der Mann aber in den Gegenverkehr und wird von einem roten Peugeot frontal erfasst.

Für die Polizei deutet bei dem Tod des jungen Mannes, einem 22-jährigen britischen Studenten namens Jeremiah Duggan, zunächst alles auf Selbstmord hin. Doch kurz darauf meldet sich seine Mutter. Ihr Sohn habe sie eine Stunde vor dem Tod angerufen und um Hilfe gefleht. War Jeremiah Duggan das Opfer einer Verschwörung? Dieser Frage geht eine Dokumentation auf ZDFinfo nach, die am Samstag um 20:15 Uhr erstmals ausgestrahlt wird.

Suizid oder Mord?

Duggan, der zu der Zeit in Paris studierte, war ein paar Tage vor seinem Tod Gast auf einer Konferenz der umstrittenen „LaRouche“ Bewegung in Wiesbaden, die als rechtsradikal und antisemitisch gilt. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft sei Duggan dann von der Gruppe schnell unter Druck gesetzt worden, die wohl psychologische Experimente an ihm durchführen wollte. Aus Angst davor sei er vor ihnen geflohen, was ihm dann zum Verhängnis wurde.

Filmautorin Clara Röthig spricht in der Dokumentation mit der Familie Duggan, deren Anwalt und wichtigen Zeugen. Sie blickt zurück auf die Geschehnisse, die zu dem vermeintlichen Unfall am 27. März führten.

(rk)

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