Mieten in Wiesbaden um 20 Prozent gestiegen

Die Miet- und Immobilienpreise in Wiesbaden steigen weiter, meldet das Amt für Statistik und Stadtforschung.

Mieten in Wiesbaden um 20 Prozent gestiegen

Eigenheime und Eigentumswohnungen, Mietpreise und Bodenpreise: Wer in Wiesbaden wohnt, muss immer mehr dafür zahlen. Das Amt für Statistik und Stadtforschung meldet in seiner aktuellen Publikation „deutliche Preissteigerungen“ seit den frühen 2000er Jahren.

So seien die Mietpreise in Wiesbaden seit 2015 um 7,5 Prozent gestiegen, hessenweit hingegen durchschnittlich um 4,9 Prozent. Die Mieten der aktuell angebotenen Wohnungen (Angebotsmieten) haben sich demnach sogar um 20 Prozent verteuert und liegen derzeit bei durchschnittlich 11,50 Euro pro Quadratmeter.

Noch größer ist der Anstieg bei den Bodenpreisen: Kostete der Quadratmeter bis vor sieben Jahren noch rund 450 Euro, liege er nun bei 850 Euro. Der Leerstand hingegen bewegt sich mit 1,7 Prozent noch unter dem durchschnittlichen Wert im Rhein-Main-Gebietes von 1,9 Prozent.

27 Prozent ihres monatlichen Nettoeinkommens müssen die Wiesbadener durchschnittlich für die Wohnkosten aufbringen. Das entspreche ungefähr dem Bundesdurchschnitt. Überdurchschnittlich sei jedoch der Anteil der Menschen, die mindestens 40 Prozent für das Wohnen bezahlen: Im Mietverhältnis seien das 25 Prozent.

„In den meisten Marktsegmenten besteht ein Ungleichgewicht zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage“, heißt es in der Publikation. „Vor allem preisgünstige Wohnungen werden deutlich häufiger nachgefragt, als sie angeboten werden.“ So werde die Wohnversorgung in Wiesbaden auch in den nächsten Jahren eine „große Herausforderung“ bleiben.

Hintergrund

Die Wiesbadener Stadtforschung betrachtet stadtinterne Entwicklungen, um Problembereiche und Handlungsbedarfe zu ermitteln und für Politik, Planung und Öffentlichkeit fundierte Informationen und Entscheidungshilfen zu liefern. Dazu zählen statistische Analysen und Umfragen, qualitative Erhebungsmethoden und unterschiedliche Beteiligungsformen. Betrachtet werden dabei die Entwicklungen in Wirtschaft, Demografie, im sozialen sowie politischen Bereich, in Kultur und der räumlichen Verteilung.

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